Die Bezeichnung Emission kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie Aussenden. Es meint die Ausgabe von Aktien und von anderen Wertpapieren, d.h. eine Verteilung unter den Aktionären bzw. die Einführung auf dem Kapitalmarkt.

Eine Emission erfolgt meistens unter der Einschaltung von Kreditinstituten, welche sich zu diesem Zweck zu einem Emissionskonsortium zusammenschließen. So dient eine Emission vorwiegend der Kapitalbeschaffung eines Unternehmens.

Von einer Neuemission wird gesprochen, wenn ein Unternehmen zum ersten Mal an die Börse geht. Der Emissionskurs von Aktien soll über dem Nennwertliegen. Weiterhin gibt es öffentliche Emissionen wie beispielsweise die Ausgabe von neuen Anleihen des Bundes. Aber auch ein in Umlauf gesetztes Papier wird als Emission bezeichnet.

Unterscheidung von Emissionen

Bei dem Erschaffen von Wertpapieren, der Herstellung und der Vollziehung durch den Aussteller handelt es sich noch um keine Emission. Bei einer Selbstemission kommen dafür die Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute selbst infrage. Die Regel ist hier eine Fremdemission. Dabei findet die Abwicklung von Emissionen von einem Konsortium aus professionellen Finanzdienstleister statt, welche meistens in der Form eines Übernahmekonsortiums (Emissionsgeschäft) oder in der Form eines Begebungskonsortiums sind. Im Begebungskonsortium wird für den Emittenten kein Platzierungsrisiko übernommen.

Bei dem Book-building handelt es sich um ein angewandtes Emissionsverfahren, welches bis auf wenige Ausnahmen angewendet wird.