Lexikon

Employer-Branding

Was ist Employer-Branding?

Employer-Branding beschreibt das Konzept eines Unternehmens, sich selbst als attraktiven Arbeitgeber darzustellen. Es baut auf den Werten und den einzigartigen Merkmalen der Firma auf. Die Kommunikation des Employer-Brandings und die internen Grundsätze sind dabei aufeinander abgestimmt.

Der Begriff Employer-Branding stammt ursprünglich aus dem englischen Sprachraum und kann frei mit Arbeitgeber-Markenbildung in die deutsche Sprache übersetzt werden. Employer-Branding greift auf die Aktivitäten und Tools des klassischen Marketings zurück. Jedoch werden alle Maßnahmen nicht wie üblich auf ein Produkt oder eine Dienstleistung bezogen, sondern haben das Ziel, ein Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber zu präsentieren. Angesichts des zunehmenden Personal- und Fachkräftemangels sowie des Talentwettbewerbs innerhalb vieler Branchen können sich so Unternehmen darauf fokussieren als angenehmer Arbeitgeber aufzutreten und zu gelten. Der Schwerpunkt liegt hierbei im übertragenen Sinne bei der Markenbildung, denn dem Unternehmen wird mithilfe der Markenbildung-Tools des Employer-Brandings ermöglicht, sich als attraktiver Arbeitgeber zu platzieren und sich darüber hinaus von den Wettbewerbern auf dem Arbeitsmarkt abzuheben und sich gegen die Konkurrenz so besser durchsetzen.

Employer-Branding und Recruiting– Innen wie Außen

Das Konzept und die Strategie des Employer-Brandings haben zum Ziel, ein Unternehmen als Arbeitgeber hervorzuheben und das Image positiv zu beeinflussen. Indem eine sympathische Arbeitgebermarke erschaffen wird soll das Unternehmen für potentielle Bewerber attraktiver gestaltet werden. Folglich zielen diese Bemühungen darauf ab, die Zahl der Bewerber zu erhöhen und auch einen höheren Cultural Fit zu erhalten. Doch in den meisten Fällen geht es nicht nur darum, die Anzahl der potentiellen Arbeitnehmer zu steigern , sondern auch darum, das Recruiting im Allgemeinen effizienter zu gestalten, sondern auch die inneren Werte des Unternehmens mit der angestrebten Außenwirkung abzustimmen. Dies ist äußerst wichtig für den Aufbau einer Arbeitgebermarke. Nur so können die geweckten Erwartungen auch nach einem erfolgreichen Bewerbungsprozess erfüllt und Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen gebunden werden. Ebenso gilt dies auch für die bereits bestehenden Mitarbeiter und hierfür die entstehenden Marketing-Effekte zu nutzen – Ist das Image des Arbeitgebers passend und klar gestaltet, bewerben sich mit einer großen Wahrscheinlichkeit auch eher die passenden Mitarbeiter, da sie sich mit dem Außenbild identifizieren können. Ist der Recruiting-Prozess erfolgreich und die Bewerber finden eine passende Stelle im Unternehmen, so können sie sich durch den Cultural fit auch auf emotionaler Ebene mit der Organisation identifizieren. So bleiben die Besten dem Unternehmen länger erhalten, was wiederum Einsparungen im Recruiting bedeutet.

In diesem Zusammenhang wird von Retention gesprochen. Employer-Branding trägt zur Unternehmenskultur bei, stärkt die Identifikation des Teams mit den Zielen des Arbeitgebers und sorgt für eine positive Arbeitsatmosphäre. Doch dies ist nicht der einzige Anreiz für einen Betrieb, Employer-Branding einzusetzen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist es, auch die Bindung von bereits vorhandenen Mitarbeitern zu stärken. So können auch sie längerfristig an das Unternehmen gebunden werden. Employer-Branding kann dabei helfen, die Unternehmenskultur zu verbessern und das Arbeitgeberimage zu stärken. Die gezielte Werbung ist aber nicht nur positiv für den Betrieb, auch Bewerber können ihre Erwartungen an das Unternehmen besser definieren.

Beispiel

Um die Aufmerksamkeit einer jungen, digital-affinen Zielgruppe auf sich zu lenken, nutzen Unternehmen unter anderem die Top-Arbeitgeber-Profile der Gründerszene Jobbörse. Dort finden Jobsuchende neben den aktuellen Stellenangeboten vor allem die Vision des Unternehmens, die Benefits für Mitarbeiter und bekommen dank Foto und Video-Einbindung Einblicke in den Arbeitsalltag und die Office-Situation. Bewerber können sich dort umfangreich informieren und auch Testimonials aktueller Mitarbeiter lesen. Gründerszene fungiert hier als Plattform. Im Vordergrund steht dabei zu zeigen, was eine Company bzw. Unternehmen ausmacht und die teilweise gegebene Austauschbarkeit von Stellenanzeigen zu überwinden. So gehen Recruiting und Employer Branding Hand in Hand.

Alternative Schreibweisen und Falschschreibungen:

Employer Branding, Arbeitgebermarkenbildung

Constanze Buchheim erklärt den Begriff Employer-Branding


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