Lexikon

European Foundation for Quality Management (EFQM-Modell)

Was ist das EFQM-Modell?

Bei dem Begriff European Foundation for Quality Management (EFQM) handelt sich um eine gemeinnützige Organisation, die 1988 mithilfe der Europäischen Kommission von 14 europäischen Unternehmen in den Niederlanden gegründet wurde. Ziel des EFQM-Modells ist es, die Qualitätsmanagementsysteme nach dem EFQM-Modell zu verbreiten und den Anwendungen zu folgen.

Bei der BezeichnungEuropean Foundation for Quality Management, welches übersetzt Europäische Stiftung für Qualitätsmanagement bedeutet, handelt es sich um ein Modell, welches der Umsetzung von Umfassenden Qualitätsmanagement (TQM) dient.

Dieses wird für die Bewertung von Organisationen bzw. des Managements mit dem Fokus auf nachhaltige und hervorragende Leistungen für alle Anspruchsgruppen (Stakeholder) durch ein systematisches Management genutzt.

Die Geschichte des EFQM-Modells

1991 wurde das EFQM-Modell für Business Excellence als Rahmenrichtlinie eingeführt, sodass die Organisationen selbst einschätzen können und es diente auch als Grundlage für ein dreistufiges Auszeichnungssystem. Das Modell kann sowohl von öffentlichen als auch von privatwirtschaftlichen Organisationen genutzt werden. Das EFQM-Modell unterscheidet sich hier von dem Qualität-und-Entwicklung-in-Praxen-Modell (QEP) und Kooperation-für-Transparenz-und-Qualität im Gesundheitswesen (KTQ), da es nicht speziell für den Gesundheitssektor entwickelt worden ist.

Das EFQM-Modell im Vergleich zum TQM-Modell

Das Qualitätsmanagementsystem des EFQM gilt als ein Beispiel für Total Quality Management. Es handelt sich um ein Unternehmensmodell, welches eine ganzheitliche Sicht auf die entsprechende Organisation zeigen soll. Aufgrundessen gelten zum EFQM-Ansatz neun Kriterien, die sich wiederum in weitere Unterkriterien aufgliedern. Unterteilt sind die Kriterien in fünf Befähiger- bzw. Voraussetzungskriterien, wozu die Führung, Politik, Strategie, Mitarbeiter, Partnerschaften, Ressourcen und Prozesse sowie die vier Ergebniskriterien, zu denen neben mitarbeiter- und kundenbezogenen Ergebnisse auch gesellschaftsbezogene- und Schlüsselergebnisse zählen. Die Kriterien besitzen innerhalb des EFQM-Prozesses einen jeweilig unterschiedlichen Bedeutungsgrad, wobei die kundenbezogenen Ergebnisse allein 20 % ausmachen. Auf diese Weise erfolgt eine starke Konzentration des Modells auf die Organisationsausrichtung der Kundenbeziehung.

Beispiel

Zu dem EFQM-Modell zählt beispielsweise das Befähigungs-Kriterium, welches die Visionen, Missionen, Werte und ethischen Grundsätze von Führungskräften entwickelt und somit auch als Vorbilder gelten.


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