Die Bezeichnung einer Familien-AG oder Familiengesellschaft ist eine Kapital- oder Personengesellschaft, die im Besitz von mehreren Familien ist, bei welcher die Mitglieder nach der Abgabenordnung (AO) nach § 15 AO auch als Angehörige anzusehen sind.

Durch die eigenständigen Gestaltungsmöglichkeiten, aufgrund der familiären Besitzverhältnisse können steuerliche Vorteile erzielt werden.

Familiengesellschaften, die unter 500 Mitarbeiter beschäftigen, gelten als kleine Aktiengesellschaft und fallen nicht als Drittelbeteiligung der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat nach dem Drittelbeteiligungsgesetz (DrittelbG).

Es gilt für die aufgestellte Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) dementsprechend nicht so strenge Vorschriften wie bei anderen Unternehmen. Jedoch sollte es sich hier nicht um einen Handel, der mit Aktien an der Börse erfolgen, handeln.

Anzahl der Familien-AGs in Deutschland

Seit Ende 2007 existieren rund 2600 Familiengesellschaften, die einen Umsatz von mehr als 50 Mio. Euro erwirtschaften und auf diese Weise ca. 1,5 Mio. Arbeitsplätze schafften.