Lexikon

Gewerbe

Bei einem Gewerbe bzw. Gewerbebetrieb handelt es sich um eine selbständige nachhaltige Betätigung, die beabsichtigt, Gewinn zu erzielen und sich am allgemeinen wirtschaftlichen Handel beteiligt.

Nach der Definition im Bürgerlichen Recht, ist der Gewerbebetrieb eine selbstständige und nachhaltige Betätigung, welche eine Gewinnerabsicht abzielt. Ausgenommen sind ausübende Tätigkeiten im Land- und Forstwirtschaft sowie die eines freien Berufes noch die selbstständige Arbeit im Sinne des Einkommensteuerrechtes, welche den Rahmen einer privaten Vermögensverwaltung übersteigt. Der Begriff besagt, dass es sich um einen eingerichteten, tätigkeitführenden Betrieb, welcher die entsprechenden Voraussetzungen eines Gewerbes erfüllt und nach § 823 I BGB unter dem Schutz gegen rechtswidrige Eingriffe steht. Der Gewerbegewinn unterliegt dem Einkommenssteuer- und Gewerbesteuerrecht.

Der Gewerbetrieb im Einkommenssteuerrecht und Gewerbesteuerrecht

Der Gewinn ist als Gewerbebetrieb fortwährend eine Tätigkeit mit der Absicht Einkünfte zu erzielen. Und somit eine gewerbliche Tätigkeit einer OHG, KG oder einer anderen Personengesellschaft sowie einer gewerblich geformten Personengesellschaft. Es handelt sich hingegen um keinen Gewerbebetrieb, der nicht die Absicht besitzt Gewinne zu erzielen und somit nur existiert, um Steuern vom Einkommen zu vermindern.

Ein Gewerbebetrieb nach dem Einkommenssteuergesetz ist Gegenstand im Gewerbesteuerrecht, sollte er im Inland als stehendes Gewerbe oder Reisegewerbe (ein Gewerbe ohne Geschäftsräume) ausgeübt wird nach dem § 2 I und 35a GewStG

Vier Arten vom Gewerbebetrieb sind zu unterscheiden

Bei den vier Arten handelt es sich um den Gewerbebetrieb, welcher mittels gewerblicher Tätigkeit dem sogenannten Einzelgewerbe untersteht. Des Weiteren um den Gewerbetrieb bei Personengesellschaften, welcher nach der Rechtsform gewerblich ist oder auch dementsprechend geprägt ist nach § 15 III Nr. 2 EStG

Auch kann es sich bei Kapitalgesellschaften um Gewerbetriebe handeln und somit gleichgestellten juristischen Personen , dem sogenannten Gewerbebetrieb kraft Rechtsform. Und zuletzt bei den restlichen juristischen Personen des Privatrechts und bei Vereinen. Wenn ein Gewerbebetrieb vorliegt, unterliegt der Gewinn dementsprechend der Gewerbesteuer. Im Inland sind doppelt ansässige Gesellschaften grundsätzlich rechtsfähig, wobei eine Handelsregistereintragung keine Rolle mehr spielt, seit dem Erlass der obersten Finanzbehörden der Länder vom 20. Mai 2005.

Mit diesem Erlass kam es zu einer Änderung der Verwaltungsauffassung, da bisher galt, dass eine Handelsregistereintragung notwendig war nach dem Recht eines anderen EU-Staates gegründete Gesellschaft mit Geschäftsleitung im Inland, um ihre Rechtsfähigkeit im Inland erlangen.

Beispiel

Die Vermittlungstätigen eines Maklers, Handelsvertreters gelten als gewerbliche Tätigkeiten. Zu gewerblichen Tätigkeiten gehören außerdem auch Gaststättenbetriebe.

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