Die Bezeichnung Gewinn gilt als positives Ergebnis bei unternehmerischen Handeln. Bei der richtigen Definition ist es abhängig davon, ob handelsrechtliche, betriebswirtschaftliche oder steuerrechtliche Ziele verfolgt werden.

Der Gewinn im Handelsgesetzbuch

Das Handelsgesetzbuch besagt, das der Gewinn eine Differenz zwischen Erträgen und Aufwand ist. Ermittelt wird die Differenz in der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV). Das Ergebnis ist der Jahresüberschuss.

Gewinn bei Personen- und Kapitalgesellschaften

Der Gewinn wird bei Personengesellschaften nach Gewinnanteilen behandelt, wozu es dazu die Gewinn- und Verlustbeteiligung gibt, wogegen es bei Kapitalgesellschaften eine Gewinnausschüttung bzw. Gewinnverwendung genannt wird.

Gewinn in der Kostenrechnung

Bei dem Gewinn in der Kostenrechnung handelt es sich um einen Betriebsgewinn, welcher sich aus der Differenz zwischen Erlösen und den Kosten einer Periode wie dem Betriebsergebnis oder Deckungsbeitrag berechnet.

Weiterhin gibt es noch den neutralen Gewinn, der auch als Unternehmungsgewinn bzw. Betriebsgewinn bezeichnet wird und als neutrales Ergebnis gesehen wird.

Gewinn im Steuerrecht

Im Steuerrecht erfolgt die Ermittlung des Gewinns auf unterschiedliche Weise wie durch die Einkünfteermittlung. Der steuerpflichtige Gewinn wird geregelt mit der Einkommen- oder Körperschaftsteuer und stellt den Ausgangswert für die Errechnung des Gewerbeertrags nach § 7 GewStG auf.