Die Bezeichnung Glaubhaftmachung meint eine Beweisführung, die dazu genutzt wird, um einen Anspruch vor Gericht geltend zu machen. Derjenige, der diesen nutzt, muss in der Lage sein, für den berechtigten Anspruch den vollen Beweis zu führen.

Die Glaubhaftmachung wird häufig bei beschleunigten Verfahren, wie beispielsweise bei einstweiligen Anordnungen oder Verfügungen genutzt. Bei diesen genügt sie aber, wenn die Berechtigung eines Anspruchs glaubhaft gemacht wird. So kann beispielsweise auch durch die Vorlage einer von ihm selbst oder von Dritten stammenden eidesstattlichen Versicherungstattfinden nach § 294 ZPO.

Die Beweiserbringung im Prozess

Generell müssen Tatsachen im Prozess bewiesen werden, d.h. das Gericht muss beim Vorliegen bzw. vom Nichtvorliegen der Tatsache überzeugt sein und es dürfen darüber keine Zweifel erhaben sein.

Soweit es gesetzlich nicht vorgeschrieben wurde, reicht eine geringere Form der Überzeugung anstatt der förmlichen Eidesstattlichen Versicherung gegenüber vor dem Gericht aus. So genügt dem Gericht, dass nach der Beweisaufnahme die Wahrheit der Tatsache für vornehmlich wahrscheinlich gehalten wird, sollte diese glaubhaft gemacht worden sein. So darf sich der Beweispflichtige außerdem auch noch andere Beweismittel nutzen, wozu zusätzlich die eidesstattlichen Versicherung nach § 294 I ZPO gehört. Wobei allerdings eine Beweisaufnahme, welche nicht sofort erfolgen kann, zur Glaubhaftmachung unstatthaft ist nach §294 II ZPO.