Lexikon

Gründungsphase

Wobei handelt es sich um eine Gründungsphase?

Die erste Phase bei der Gründung eines Unternehmens wird als Gründungphase bezeichnet. Bei der Gründung eines Unternehmers handelt es sich um ein umfangreiches Projekt, wobei der Gründer vor mehrere grundlegende Fragen gestellt wird.

Bei dem Begriff Gründungsphasehandelt es sich die Anfangsphase bei der Gründung eines Unternehmens. Die Unabhängigkeit von der jeweiligen Form und Ausgestaltung der späteren selbständigen Tätigkeit wird bei jeder Existenzgründung in drei Phasen eingeteilt. In diesen wird genauer festgehalten, in welchen jeweils bestimmte Aufgaben zu bearbeiten sind und spezielle Risiken Beachtung geschenkt wird. Die drei verschiedenen Phasen, welche zur Gründungsphase gehören nennen sich Vorgründungsphase, Gründungsphase und Nachgründungsphase.

Berücksichtigende Dinge bei der Vorgründungsphase

Bei der Vorgründungsphase sollte beachtet werden, dass der künftige Unternehmer sich über seine Produkte oder Dienstleistungen im Klaren werden muss und seinen potenziellen Kunden mit seinem Unternehmen die Wahl der richtigen Organisationsform verschafft. Der Unternehmensgründer stellt sich die folgende Fragen

Um was für eine Geschäftsidee handelt es sich?

Welche Zielgruppen sollen von dem künftigen Produkt oder der Leistung angesprochen werden?

Welches Marktsegment soll besetzt werden und wie kann sich das neue Unternehmen gegenüber den Mitbewerbern positionieren?

Welches ist der geeignete Standort für das Unternehmen?

Welches Produkt, welche Dienstleistung hat realistische Chancen auf dem Markt?

Wie sieht die Entwicklung des Marktes aus, ist das Produkt zukunftsfähig?

Wie soll der Außenauftritt - Marketing, Kommunikation, Vertrieb - gestaltet werden?

Welches ist die geeignete Organisationsform und welche rechtlichen und finanziellen Fragen gehen damit einher?

Die Existenzgründung sollte nicht vorgenommen werden, bevor all diese vorgenannten Fragen abschließend geklärt sind. Mit der Gründungsphase tritt die zweite Phase des Gründungsprozesses in Kraft.

Die Gründungsphase

In dieser Phase werden der Businessplan erarbeitet und finanzielle Fragen detailliert betrachtet. Vor allem werden Umsätze, Kosten, Investitionen und Fragen der Liquiditätssicherung geklärt und daraus ein strukturierter Finanzierungsplan erarbeitet. Mit dem fertigen Business- und Finanzierungsplan kann der Existenzgründer dann auf Investoren und Banken zugehen. Sobald die Finanzierung des Unternehmens gesichert ist, geht es an die konkrete Umsetzung der Geschäftsidee, bei der Verträge geschlossen, der Geschäftsbetrieb organisiert und das Personal akquiriert und angelernt wird. Die Gründungsphase endet in der Regel mit der Gewerbeanmeldung bzw. mit der Eintragung ins Handelsregister.

Die Nachgründungsphase

Sie bildet den Abschluss des Gründungsprozesses. Hier geht es darum, die ersten Schritte des Unternehmens auf dem Markt vorzunehmen und stets kritisch zu hinterfragen. Die permanente Überprüfung des Unternehmensfortschritts z.B. durch das Unternehmenscontrolling und die gezielte Nachjustierung von Prozessen und Ergebnissen helfen dem jungen Betrieb, seinen Platz innerhalb der Konkurrenz zu finden und zu verteidigen. Und auch Fragen des Marketings, des Vertriebs und der Unternehmenskommunikation finden vor allem in der Nachgründungsphase Beachtung: Auf welche Art und Weise können das Unternehmen und sein Angebot den Kunden am besten erreichen und nach Möglichkeit langfristig binden? In der letzten Gründungsphase, die mehrere Jahre umfassen kann, geht es somit darum, das neu gegründete Unternehmen in seiner Tätigkeit zu festigen.

Beispiel

In der Gründungsphase stellt sich der Unternehmer Barner die Frage, welche Rechtsform er für sein Unternehmen wählen soll und entscheidet sich für die Rechtsform einer Kapitalgesellschaft (GmbH).

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