Der lateinische Begriff Interoperabilität beschreibt die Eigenschaft untereinander zu kommunizieren und spezifiziert zusammen zu arbeiten. Dies kann von zwei oder mehr Geräten geschehen und schließt ebenso die Software vom gleichen oder von unterschiedlichen Herstellern ein sowie auch zusätzlich Informationen auszutauschen. Weiterhin werden noch die ausgetauschten Informationen für die genaue Ausführung einer detaillierten Funktion genutzt, ohne dazu den Inhalt oder die Daten zu verändern.

Die Interoperabilität auf vier Interoperabilitätsebenen

Bei den technischen Schnittstellen der Interoperabilität unterscheidet man mehrere Ebenen und zwar der organisatorischen, semantischen, syntaktischen und strukturellen Ebene. Die verschiedenen Ebenen haben verschiedene Aufgaben, Ziele und typische Standards.

Die Aufgaben, Ziele und Standards der unterschiedlichen Interoperabilitätsebenen

Zu den Aufgaben und Zielen der organisatorischen Ebene sind eine Ermöglichung der systemübergreifenden Prozesse, Rollen und Berechtigungen zu schaffen. Diese Interoperabilitätsebene zielt darin ab, verbundene Workflows sowie Rollen- und Berechtigungskonzepte zu schaffen. Auf dieser Ebene gibt es nur wenige Standards.

Zu den Aufgaben und Zielen der semantischen Interoperabilität zählen ein Erlangen des einheitlichen Verständnisses der Informationseinheiten sowie ein gemeinsames Verständnis von Informationseinheiten bei den beteiligten Systemen zusammenzustellen. Um das Ziel zu erreichen wird sich auf die Standards wie Nomenklaturen (z.B. LOINC) oder Taxonomien und Klassifikationssysteme wie ICD-10, OPS oder ATC beschränkt. Ebenso tragen auch die Wertetabellen von HL7 und DICOM ihren Teil zur semantischen Interoperabilität bei.

Die Aufgaben und Ziele der syntaktischen Ebene

Zu den Aufgaben und Zielen der syntaktischen Ebene gehören die Erkennung der Informationseinheiten der Daten. Das Ziel ist eine Identifikation von Informationseinheiten im ausgetauschten Datenstrom zu befördern. Die typischen Standards dieser Ebene sind die Formate wie XML, CSV und HL7 und leisten somit eine Gewähr.

Die Aufgaben und Ziele der strukturellen Ebene der Interoperabilität sind es letztendlich die Überbringung der Daten von dem einen System zum anderen System, wobei das Ziel ist, den Austausch eines Datenstromes von zwei Systemen zu bewirken. Diese Ebene hat für sich die Bus-Systeme (CAN, USB, …), serielle und parallele Anschlüsse ebenso wie Protokolle z.B. des OSI-Stacks wie TCP/IP, FTP, NFS, HTTP usw. zu standardisieren.