Bei Java handelt es sich um eine objektorientierte Programmiersprache, welche für den Einsatz in der verteilten Umgebung des Internets entwickelt wurde. Die Programmiersprache wurde im "Look and Feel" der High-Level Sprache C++ entworfen. Java ist eine einfache Programmiersprache und ist leichter zu nutzen als C++.

Mit Java können vollständige Anwendungen erstellt werden, wobei die Verteilung auf einem einzelnen Computer oder zwischen den Servern und Clients in einem Netzwerk erfolgt. Die Sprache kann auch genutzt werden, um kleine Anwendungsmodule oder Applets als Teil einer Webseite zu bauen. Applets macht es möglich, dass ein Website-Benutzer mit der Seite interagieren kann.

Die Programme, welche mit Java erstellt werden, können in ein Netzwerk portiert werden. So wird das Quellprogramm mit einem speziellen Code zusammengestellt werden, welcher sich Java Bytecode nennt. Dieser Code kann überall in einem Netzwerk oder auf einem Server oder Client ausgeführt werden, auf welchem eine virtuelle Java-Maschine läuft.

Die Java Virtual Machine

Die Java Virtual Machine übersetzt den Bytecode in Code, welche auf einer realen Computer-Hardware ausgeführt werden kann. Das Ziel dieser Virtualisierung ist die Entwicklung einer Plattformunabhängigkeit. So soll das Programm ohne eine weitere Veränderung auf jeder Rechnerarchitektur laufen können, sollte dort eine passende Laufzeitumgebung installiert sein.

Die wichtigsten Eigenschaften von Java

Bei dem Java-Code handelt es sich um einen starken Code. Dies bedeutet, dass im Gegensatz zu Programmen, welche in C++ oder anderen Sprachen geschrieben worden sind, die Java-Objekte keine Verweise auf Daten außerhalb von sich selbst oder anderer bekannter Objekte enthalten. Dies stellt sicher, dass ein Befehl die Speicheradresse in einer anderen Anwendung oder im Betriebssystem selbst nicht enthalten kann. Wäre dies nicht gegeben, würde entweder das Programm und das Betriebssystem automatisch beendet werden oder abstürzen. Bei der Java Virtual Machine handelt es sich um eine Reihe von Kontrollen, um eine Integrität der Objekte zu gewährleisten.

Java ist eine objektorientierte Programmiersprache, dies bedeutet, dass es vorteilhaft für das Objekt ist, wenn dieses als Teil einer Klasse fungiert und von Objekten und Code erben kann, welcher in der Klasse üblich ist. Die Objekte können sich als "Substantive" vorgestellt werden, sodass ein Java-Benutzer anstatt der traditionellen und prozeduralen „Verben“ verwendet. Diese Methode kann als Eigenschaft oder auch Verhalten eines Objekts betrachtet werden.

Die Geschichte von Java

Java wurde 1995 von Sun Microsystems eingeführt und sorgte für eine Erweiterung von interaktiven Möglichkeiten des Webs.

Die wichtigsten Webbrowser enthalten heute eine Java Virtual Machine. Bei den meisten größeren Betriebssystementwicklern wie beispielsweise IBM oder Microsoft und anderen wurde mit dem Java-Compiler ihre Produktauswahl erweitert. 2010 erfolgte eine Übernahme von Java aufgrund des Aufkaufs von Sun Microsystems durch Oracle von dem Datenbank-Hersteller.

Die Java Virtual Machine besitzt einen optionalen Just-in-Time-Compiler (JIT), welcher alternativ zu der Interpretation eines Bytecode-Befehls dynamisch Bytecode in ausführbaren Code zusammengestellt werden kann.

In Bezug auf den eigentlichen Ausführungsvorgang kann die Java Virtual Machine den Bytecode demnach so interpretieren und diesen je nach Notwendigkeit zusammenstellen und sogar optimieren.

Java und JavaScript

Java und JavaScript sollten nicht miteinander verwechselt werden. Auf Netscape entstand Javascript und wurde auch auf einer höheren Ebene interpretiert, sodass diese einfacher als Java zu lernen ist. Der Nachteil bei dieser ist, dass es JavaScript an der Portabilität von Java und der Geschwindigkeit des Bytecodes mangelt.