Bei dem Begriff Lean-Production oder Lean Manufacturing handelt sich um einen sparsamen und zeiteffizienten Einsatz von Produktionsfaktoren Betriebsmitteln, Personal, Werkstoffe, Planung und Organisation bei allen Unternehmensaktivitäten. Der Begriff kam erstmalig in einer Studie von Womack, Jones und Roos in einer MIT-Studie von 1985 bis 1991 auf. Aufmerksam wurde man auf die Methode in Japan, welche dort in der Automobilindustrie eine weitverbreitete Fertigungsmethode war und auf die auf Dezentralisierung und Teamwork aufbaut.

Die Ziele der Lean Production

Bei den Zielen von der Lean Production sind es die verbesserte Produktivität der Produktionsfaktoren und die Verbesserung der Qualität der Produkte sowie der Produktionsflexibilität, welche im Mittelpunkt stehen.

 

Eine Verbesserung der Produktivität kann bei einer gleichen Aufbringen den Einsatz einzelner oder aller Produktionsfaktoren verringern, beispielsweise durch das Abbauen von überzähligen Lagerbeständen oder den Abbau von nicht ausgelasteten Kapazitäten mit eingeschlossen sind hier Personal, Streichung von Hierarchieebenen, Reduzierung der Durchlaufzeiten der Produkte durch das Just-in-Time-Prinzip, die flexible Arbeitszeit oder das Business Process Reengineering.

 

Auch die Produktionsprozesse können erhöht werden, indem die Qualität des Produktes verbessert wird, beispielsweise durch ständiges Kontrollieren der Qualität, der direkten Nachbearbeitung von fehlerhaften Produkten oder Produktteilen.

Außerdem wird ein Ausschuss in der Produktion und Beschaffung vermieden durch die enge Zusammenarbeit mit den Zulieferfirmen wie auch bei der Produktentwicklung.

 

Die Flexibilität von Lean-Production

Die Flexibilität von Lean-Production bringt den Vorteil, ein breiteres Spektrum von Produktmengen oder Produktmöglichkeiten günstig und zeiteffizient herstellen zu können. So ist dieses Ziel vor allem durch eine flexible Arbeitszeit und die damit verbundene Nutzung von zeitlich begrenten Kapazitäten geprägt. Durch das Einführen von flexiblen Produktionssystemen oder einen Arbeitswechsel in einen besser geeigneten Bereich kann ebenso eine flexible Lean-Production erreicht werden.

Die Grenzen und Nachteile von Lean-Production

 

Das Modell der Lean-Production verringert die Kapazitäts- und Personalkosten für ein spezielles Niveau von Aufträgen. Aufgrund dessen wird nicht beachtet, dass sich auf die ursprüngliche Form der Absatzpolitik konzentriert wird und nicht auf die Kostenentlastungen.

Die Verringerung des Personal- und Kapazitätsbestandes sowie der nicht ausgehende Abbau der Lagerbestände kann dazu führen, dass das Unternehmen keine Reserven für nicht gesehene Produktionsstörungen oder Störungen in der Distribution und der Beschaffungslogistik aufweist.

 

Für das Minimieren der Durchlaufzeiten und der Lagerbestände muss eine zeitnahe Lieferung von externen Einzelteilen und Materialien nach dem Just-in-Time-Prinzip genutzt werden. Dieses besagt, dass die Zulieferer oft nur kleine Mengen zum Produzenten transportieren, was wiederum einen negativen Einfluss auf die Auslastung der Speditionsfahrzeuge ausübt. Daraus ergeben sich unnötige Emissionen durch den Transport und die anderen Umweltbeeinträchtigungen werden vom Lean-Production-Konzept nicht gesehen.

Die heutige Lean Production

Die Industrie 4.0 kann als Unterstützer für eine schlankere Produktion gesehen werden, da sich durch die immer weiter entstehende Transparenz der vernetzten Systeme ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess stattfindet.

Das sogenannte Kaizen mit den genutzten Techniken von 5S, SMED, Jidoka (Autonomation), Poka-Yoke, Heikinka (Nivellierung), Heijunka (Geglättete Produktion) etc. hat sich auf ähnliche Weise wie das TQM als ein eigenes Konzept aus dem Lean-Production heraus entwickelt.