Beim Mobile Tagging werden Gegenstände mit 2D-Codes wie QR- und DataMatrix-Codes dementsprechend mit Daten und Informationen aufgefüllt, welche über die mobilen Geräte wie beispielsweise Handys, Smartphones oder Tablets ausgelesen und angezeigt werden. Auf diese Weise wird die physische und virtuelle Welt miteinander verbunden; man spricht hier auch von der Physical World Connection (PWC).

Verschiedene Arten von Mobile Tagging

Es gibt verbreitete Einteilungen und Arten von Mobile Tagging. Eine der am weitesten verbreitesten ist die Einteilung in drei Formen des Commercial Tagging, Public Tagging und Private Tagging.

Als Commercial Tagging wird die Verwendung von Codes im Rahmen von kommerziellen Anwendungen, etwa das Mobile Business, bezeichnet und speziell das Mobile Marketing. So wird eine gedruckte Anzeige oder ein gedruckter Artikel in einer Zeitung oder Zeitschrift bzw. ein Abschnitt in einem Buch mit einer weiterführenden Website verlinkt oder getagged. Auf diese Weise sind die Codes manchmal mit dem Unternehmenslogo ausgestattet. Im Public Tagging hingegen werden die nichtkommerziellen Inhalte weitergegeben. Als Medium fungieren öffentliche Informationsträger und Kommunikationsmittel, wozu etwa Broschüren oder Plakate, ferner Gebäudefassaden gehören.

Mobile Tagging im privaten Bereich nennt sich Private Tagging. Persönliche Daten werden dabei über einen Code an Dritte weitergeleitet. Ein typischer Anwendungsfall sind Visitenkarten, welche neben den normalen Angaben einen QR-Code mit den entsprechenden Kontaktinformationen aufweist. Auf diese Weise wird durch das Einlesen über das mobile Gerät das Abtippen unnötig.

Einbeziehung von Mobile Tagging und Zukunftsausblick

Durch das Mobile Tagging werden immer mehr Gegenstände mit Daten und Informationen auf multimediale Art und Weise miteinbezogen und somit verbessert; so erfährt man etwas über diese und darüber hinaus, kann man diese erkennen, einordnen, verstehen und einschätzen. In inhaltlicher Perspektive rückt so der Gegenstand näher an den Nutzer heran. RFID und andere Identifikationssysteme sowie andere Innovationen in dem Augmented Reality Bereich tragen zu dieser Entwicklung bei. So wird Mobile Tagging in virtuellen Räumen ermöglicht und es kann etwa ein Gegenstand in Second Life mit einem QR-Code versehen werden. Durch das direkte Tagging mit Text oder mit Bildern entstehen sogenannte Mashups. So spielt nicht zuletzt Mobile Tagging inzwischen bei Fernsehsendungen, etwa in Kochsendungen, eine gewisse Rolle.