Nichtigkeit im zwischenmenschlichen Sinne entsteht dann, wenn unter Freunden, Familienmitgliedern oder Kollegen eine Diskrepanz aufkommt. Für den einen entsteht dadurch ein Unbehagen und für den anderen Verständnislosigkeit, weil er das Unbehagen des Gegenübers als nicht nachvollziehbar bzw. einfach zu lösen empfindet.

Nichtigkeit im Rechtssystem

Juristisch wird zwischen anfechtbaren und nicht anfechtbaren Rechtsgeschäften (also vertraglich bindende Kaufprozeduren) unterschieden. Von einer Nichtigkeit spricht man daher, wenn unter anderem Fehler bei der Willenserklärung (gem. §116 ff. des Bundesgesetzbuches), Formmängel im Vertrag oder eine mangelnde Geschäftsfähigkeit nachgewiesen werden können. Unter diesen Umständen ist das Kaufgeschäft dann nichtig und führt zu keinerlei Verbindlichkeiten.

Als “schwebend nichtig” bezeichnet man einen Kaufvertrag bei einem nur beschränkt Haftenden oder Verhandlungsfähigen. Sollte jedoch der entsprechende Vormund die Einverständniserklärung für den Kauf ebenfalls verweigern, so fällt dies in den Bereich der vollkommenen Nichtigkeit. In beiden Fällen greift das Gesetz der Unwirksamkeit.