Lexikon

Offertpreis

Was ist ein Offertpreis?

Bei dem Offertspreis oder Angebotspreis handelt es sich um den Preis, welchen der Betrieb für seine Güter und Leistungen anbietet. Der Angebotspreis liegt oft über dem erzielbaren Preis, sodass für diesen ein Verhandlungsprozess bei der Preisbildung ein gewisser Spielraum offen bleibt. Bei öffentlichen Aufträgen hingegen gelten bestimmte Sonderregelungen für die Angebote.

Bei dem Offertpreisbzw. Angebotspreis handelt es sich um den Preis, welcher dem Unternehmen Güter zur marktlichen Verwertung angeboten wird bzw. der einem Kunden als Bestandteil eines tatsächlichen Leistungsangebots offeriert wird.

Die Höhe des Angebotspreises

Der Angebotspreis befindet sich grundsätzlich über dem tatsächlich erzielbaren Verkaufspreis, da sich der Anbieter über Skonto- bzw. einer Kundenrabattseinbeziehung eine Bewegungsfreiheit bei Preisverhandlungen mit Kundeninteressenten erhalten möchte. Bei den öffentlichen Ausschreibungen muss die jeweilige Kalkulation der dargebotenen Leistung in der Regel detailliert vorgelegt werden. Die Vergabe des Auftrages erfolgt nach jeweiligen Markt- bzw. nach Selbstkostenpreisen.

Angebotspreise bei Immobilien und Autos

Der Angebotspreis ist für Makler und Bauträger gesetzlich vorgeschrieben. Für Privatverkäufer gilt diese Regelung nicht. Der Verkaufspreis wird gemeinsam von dem jeweiligen Fachmann und Verkäufer gemeinsam ausgemacht. Um Anhaltspunkte zu erhalten für vergleichbare Objekte für Immobilien können Internetangebote und Zeitungsanzeigen hinzugezogen werden. Generell muss der Angebotspreis nicht mit dem erzielten Preis übereinstimmen. Die Ermittlung des Kaufpreises wird auch vom Makler Markteerfahrenen angegeben, wobei die Makler, die sich vor Ort befinden den örtlichen Preisspiegel vorlegen können. Die sicherste, aber auch kostspieligste Möglichkeit der Wertermittlung, wäre durch einen vereidigten Sachverständigen oder Gutachter.

Bei einer Immobilie handelt es sich immer um ein Einzelstück. Wohingegen sich beim Autoverkauf ohne weiteres ein Marktpreis ermitteln lässt, wobei der Wert einer Immobilie nicht so leicht abzuschätzen ist.

Angebotsermittlung durch das Kalkulationsverfahren in der Industrie

Mithilfe des Kalkulationsverfahren, welches auch Divisionskalkulation, Zuschlagskalkulation, Maschinenstundensatzrechnung oder auch Kalkulation von Kuppelprodukten genannt wird, werden die ermittelten Stückkosten(Selbstkosten) als Ausgangspunkt bei der entsprechenden Berechnung des Angebotspreises verwendet. Häufig benutzt die Industrie bei der Kalkulation des Angebotspreises das folgende Kalkulationsschema:

Selbstkosten+Gewinnzuschlag=vorläufiger Verkaufspreis+Vertreterprovision=Barverkaufspreis+Skonto=Zielverakufspreis+Rabatt=Angebotspreis

Beispiel

Das Unternehmen X hat die Selbstkosten eines Produktes mit 500 € ermittelt, so soll der entsprechende Gewinnzuschlag von 10 % auf die Selbstkosten betragen. Die Vertreterprovision in Höhe von 10 % und Skonto in Höhe von 3 % werden auf den Zielverkaufspreis bewilligt und Rabatte werden in Höhe von 5 % auf den Angebotspreis bezahlt. So handelt es sich letztendlich zum Ende hin bei einem Angebotspreis von 665,46 Euro.

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