Lexikon

Praktikum

Was ist ein Praktikum?

Ein Praktikum bezeichnet eine Tätigkeit für einen bestimmten Zeitraum bei einem Unternehmen, welche ein Teil oder eine Vorstufe in einer anderweit zu absolvierenden Ausbildung wie beispielsweise zu einem Hochschulstudium ist.

Ein Praktikum bezeichnet in Deutschland ein Arbeitsverhältnis zwischen einem Unternehmen und einem Arbeitnehmer. Es handelt sich um einen Zeitraum, in welchem Ausbildungszwecke im Vordergrund stehen. Jährlich gibt es in Deutschland mehrere Millionen junger Menschen, die ein Praktikum, sowohl entgeltlich als auch unentgeltlich absolvieren.

Die Praktikumsverträge können unterschiedlich ausgestaltet sein. Es kann ein Arbeitsverhältnis (Arbeitsvertrag) vereinbart sein, sollte es aber keinen Arbeitsvertrag geben, weil die Ausbildungszwecke im Vordergrund stehen, zählen darunter die Regelungen gemäß § 19 BBiG sowie der § 10 BBiG

.

Die Gründe hierfür sind vielfältig. Ein Praktikum erfolgt aus den verschiedensten Gründen, sei es freiwillig oder verpflichtend im Rahmen ihrer Schul- oder Hochschulausbildung.

Möglichkeiten eines Praktikums

Praktika, so die Pluralbezeichnung sind vor allem in Studiengängen, die nicht auf einen bestimmten Beruf hinführen, in verschiedenen Bereichen unerlässlich. Es ermöglicht Studenten in bestimmten Berufsfeldern Erfahrungen zu sammeln und herauszufinden, in welche berufliche Richtung sie sich später einmal orientieren möchten. Weiterhin können auch wertvolle Schlüsselqualifikationen (Soft Skills) wie Rhetorik oder soziale Kompetenz während eines Praktikums erworben werden. Neben der reinen Praxis bietet ein Praktikum ebenso die Möglichkeit Arbeitsabläufe (Work-flow) in Firmen oder Betrieben kennen zu lernen. Zusätzlich ist es eine gute Gelegenheit, zu Netzwerken und so Kontakte zu knüpfen, die sich nach dem Studien-, Schul-, oder allgemein dem Ausbildungsabschluss als nützlich erweisen können.

Berufserfahrungen zu sammeln, networking zu betreiben, Arbeitsabläufe kennen zu lernen oder Schlüsselqualifikationen zu erwerben, sind alles positive Vorteile, die für ein Praktikum sprechen. Dennoch sollte sich vorher gut überlegt worden sein, welche Praktikumsarten es gibt und was bei diesen zu beachten ist.

Die speziellen Versicherungs- und Vertragsregeln bei freiwilligen und beruflich verpflichtende Praktikumsstellen

Für freiwillige Praktika und Pflichtpraktika gibt es unterschiedliche gesetzliche Regelungen, die Vorteile und Nachteile beinhalten.

Ein Vorteil, einen Pflichtpraktikanten im Unternehmen zu beschäftigen ergibt sich bereits im Sozialversicherungsrecht. Dieses regelt, dass die Kranken- und Pflegeversicherung für den Arbeitgeber versicherungsfrei ist, da sich der Pflichtpraktikant in der studentischen Versicherung befindet.Ebenso bezogen auf die Renten- und Arbeitslosenversicherung und die Unfallversicherung kann der Praktikumsgeber hier Geld sparen, da hier keine Versicherungspflicht besteht und für die Unfallversicherung die gesetzliche Versicherung der Schule oder Hochschule eintritt.

Sollte hingegen der Praktikant die Tätigkeit gegen Entgelt und aufgrund der Vorschriften der Ausbildungs- oder Prüfungsordnung aus, so ist er von der Seite des Arbeitsgebers her versicherungspflichtig. Prinzipiell genießt ein Praktikant vom Arbeitgeber her den Unfallversicherungsschutz.

Beispiel

Auf der Suche nach Praktika gibt es zahlreiche Anbieter im Internet, die die Suche nach dem perfekten Praktikum erleichtern. Anbieter hierzu kann man unter finden unter den folgenden Links wie in Berlin unter Gründerszene Jobbörse, praktika.de.


Weitere relevante Inhalte »
amplifypixel.outbrain