Lexikon

Sachgründung

Sachgründung bezeichnet die Form der Gründung z.B. einer AG, bei welcher die Gründer als Eigenkapital anstelle von Bareinlagen Sacheinlagen, wie beispielsweise Maschinen oder Grundstücke in die AG miteinbringen.

Der Begriff Sachgründung bezeichnet formalerweise die Gründung einer AG, bei der Gründer als Eigenkapital anstelle von Geld Sacheinlagen (Maschinen, Grundstücke) einbringen. Eine Gründungsprüfung, welche durch unabhängige Prüfer erforderlich ist zur Vermeidung von Überbewertung durch die jeweiligen Kapitaleinbringer laut § 33 AktG. In der Satzung sind die Personen verzeichnet, welche den Gegenstand einbringen und die Art des Gegenstands und die dafür zu gewährenden Aktien festhalten gemäß § 27 I AktG .

Um sicher zu gehen, dass im Zuge der Sachgründung eingebrachte Unternehmen auch tatsächlich dem Wert der im Gegenzug auszugebenden Aktien erreichbar ist, ist sowohl der Unternehmer als auch der Aufsichtsrat der Aktiengesellschaft laut § 32 ff. AktG verpflichtet, nicht nur einen Bericht in schriftlicher Form über den Hergang der Gründung zu erstellen, sondern ebenso ist die Sachgründung von einem unabhängigen Prüfer dahingehend zu überprüfen, ob der Wert des tatsächlich eingebrachten Unternehmens wirklich den Wert der auszugebenden Aktien erreicht hat. Sollte dies nicht der Fall sein, so haftet der Unternehmer grundsätzlich auf den Differenzbetrag in bar. Außerdem ist es besonders bei Aktiengesellschaften empfehlenswert, an denen noch weitere Aktionäre bzw. Gründer beteiligt sind, eine Vereinbarung zu schaffen, die besagt, wie es sich mit einem Differenzbetrag zwischen Ausgabebetrag und wirklichem Wert des eingebrachten Unternehmens verhält.

Weiterhin beinhaltet das Aktiengesetz eine nicht ganz nachvollziehbare Erleichterungsregelung entsprechend § 36a Abs.2 AktG bezüglich auf den Zeitpunkt der der Sacheinlageneinbringung. Bei der Einbringung von Sacheinlagen im Zusammenhang mit der Anmeldung bei dem Handelsregister verhält es sich so, dass diese entweder ganz oder teilweise in die Aktiengesellschaft einzubringen sind. Sie können aber auch erst spätestens innerhalb von 5 Jahren nach der Eintragung der Aktiengesellschaft im Handelsregister eingebracht werden. Um sicherzustellen, dass das eingebrachte Unternehmen im Wege der Sachgründung auch wirklich den Wert der im Gegenzug auszugebenden Aktien erreicht, ist der Unternehmer sowie der Aufsichtsrat der Aktiengesellschaft gemäß § 32 ff. AktG verpflichtet, nicht nur einen schriftlichen Bericht über den Hergang der Gründung zu erstellen, sondern die Sachgründung ist zudem von einem unabhängigen Prüfer dahingehend zu überprüfen, ob der Wert des eingebrachten Unternehmens wirklich den Wert dem auszugebenden Aktien erreicht. Sollte dies nicht der Fall sein, so haftet der Unternehmer grundsätzlich auf den Differenzbetrag in bar.

Beispiel

Ein Unternehmer erhält Aktien im Wert von EUR 50.000, bringt er aber stattdessen ein Unternehmen im Wert von EUR 250.000 ein. Auch wäre es möglich, dass es sich um ein Darlehen des Aktionärs an die AG handelt, oder auch, dass der Mehrbetrag der Gesellschaft so verbleiben soll und sich damit als Agio präsentiert.

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