Lexikon

Scrum

Wobei handelt es sich bei Scrum?

Das Wort Scrum kommt aus dem englischen Sprachgebrauch und bedeutet "Gedränge“. Der Begriff definiert einen beweglichen Prozess in der Software-Entwicklung.

Bei einem Scrum handelt es sich um ein Modell der dynamischen Softwareentwicklung, welches voraussieht, dass Softwareprojekte von ihrer Komplexität aus her nicht im Voraus genau planbar sind. Deshalb findet die Planung schrittweise statt und wird auf diese Weise definiert. Die Systementwicklung wird durch das Team fast gleichgestellt organisiert.

Das sich entwickelnde System definiert sich über Produkteigenschaften (Features), welche im Product Backlog in einer bevorzugten Reihenfolge festgelegt ist. Am Anfang ist das Product Backlog vollständig und wird später um weitere Eigenschaften ausdehnt bzw. reduziert. Die Systementwicklung ist unterteilt in sogenannte Sprints. Die Dauer des Sprints kann zwischen einer Woche und einem Monat variieren. In einem Sprint werden alle Eigenschaften umgesetzt, welche vorher aus der Auswahl des Product Backlog kamen und dann in das Sprint Backlog eingetragen worden sind. Bei dem jeweiligen Sprintergebnis handelt es sich dann um ein funktionierendes (Teil-)System. An dem Sprint schließt sich eine Rückschau an, in welchem der soeben abgeschlossene Projektabschnitt bewertet wird, um Erfahrungen zu verarbeiten und Verbesserungen einfließen lassen zu können.

In Scrum sind drei interne und drei externe Rollen vorgesehen. Bei den internen Rollen handelt es sich um dem Product Owner, das Entwicklungsteam und dem Scrum Master. Zu den externen Rollen zählen wiederum der Kunde, der Anwender sowie das Management. Scrum hat verschiedene Bedeutungen und unterschiedliche Rollen, neben denen noch Beobachter, Spezialisten und existieren. Die drei wichtigen Rollen sind Product-Owner, Scrum-Master und das Team an sich. Der Product-Owner ist der Auftraggeber, der die fachliche Anforderungen vorgibt, die dann wiederum bevorzugt werden. Der Scrum-Master hingegen ist für die Koordination des Teams und für das dazugehörige Prozessmanagement zuständig, indem er das Team unterstützt. Bei dem Team handelt es sich um eine uneinheitliche Gruppe ohne Hierarchie. Jeder Entwickler ist jeweils auf seinem Gebiet spezialisiert, wozu z.B. die Datenbankentwicklung oder das User-Interface gezählt werden kann. Dennoch sind sie auch interdisziplinär ausgebildet, d.h. sie können auch die Aufgaben von anderen Team-Mitgliedern übernehmen. Das Team trifft sich jeweils täglich morgens für höchstens 15 Minuten im Daily Scrum. In dieser Zeit wird innerhalb des Teams jedes Mitglied über seinen Fortschritt und das nächste Ziel mithilfe von Burndown Charts berichtet. Die Treffen werden immer vom Scrum Master moderiert, welcher Sorge für die ungestörte Arbeit trägt und das Team von Anfragen außerhalb schützt. Er ist kein vollwertiges Teammitglied und diesem somit auch nicht weisungsbefugt. Der Scrum Master ist verantwortlich für die Probleme innerhalb des Teams und behebt mögliche Probleme, die das Team an der Entwicklung hindern.

Anwender sind die Personen, welche mit dem Endprodukt arbeiten müssen. Nur die Anwender können den Entwicklern Feedback darüber geben, ob das Produkt in jeglicher Hinsicht korrekt arbeitet und ausreichend nutzbar ist.

Das Management fungiert in letzter Instanz, sodass das Scrum letztendlich erfolgreich ist. Zu diesem Ziel ist es verantwortlich für die Rahmenbedingungen, worunter Räumlichkeiten, Ressourcen, die verfügbare Technik und die personelle Ausstattung zählen.

Beispiel Beispiele für Scrums sind „Extreme-Programming“ (XP) oder auch „Feature-Driven-Development.

Alternative Schreibweisen und Falschschreibungen:

Srem, Scum,


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