Lexikon

Societas Privata Europaea (SPE)

Wobei handelt es sich um eine Societas Privata Europaea?

Bei der lateinischen Bezeichnung Societas Privata Europaea (SPE) handelt es sich um eine Europäische Privatgesellschaft oder den Namen einer Gesellschaftsform für kleinere oder mittlere Unternehmen (KMU), wo die Einführung auf EU-Ebene bisher jedoch noch nicht stattfand.

Der Begriff Societas Privata Europaea (SPE) bezeichnet die Europäische Privatgesellschaft und die geplante Rechtsform einer europäischen Kapitalgesellschaft für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Diese Art der Europäischen Privatgesellschaft fand jedoch nie statt.

Geschichte der Societas Privata Europaea

Mit der SPE sollte ab dem 1. Juli 2010 kleineren Unternehmen eine Gründung nach den einheitlichen Rechtsprinzipien innerhalb der Europäischen Union ermöglicht werden. Diese Rechtsform sollte eine Erweiterung zu der bereits auf größere Unternehmen ausgerichteten Europäischen Gesellschaft wie die SE oder Europäische Aktiengesellschaft darstellen. Das Projekt begann 2009 zur Schaffung der „Societas Privata Europaea“ (SPE) wurde jedoch dann von der EU-Kommission am 2. Oktober 2013 umgewandelt in ein anderes Projekt, welches sich Societas Unius Personae (SUP) nennt.

Vorteile der SPE

In Europa sind es die kleinen und mittleren Unternehmen, welchen die SPE ermöglicht, Tochtergesellschaften mit den europaweit geltenden Normen zu gründen. So müssten diese nicht mehr in jedem EU-Mitgliedsland mit den unterschiedlichen Rechtsgrundlagen handeln. Die Ziele der SPE wären es die Beratungskosten einzusparen sowie eine schnelle und unbürokratische Neugründung zu ermöglichen. Weiterhin sollte eine grenzüberschreitende Verlegung des Registersitzes, ohne die Gesellschaft aufzulösen oder neuzugründen, möglich sein.

Die geplanten Bedingungen

Bei dem geplanten Vorhaben der SPE handelte es sich vergleichsweise um eine Kapitalgesellschaft, wohingegen hier das Mindestkapital 1 Euro betragen würde und sich die Gründer auch um natürliche und juristische Personen handeln könnten. Auch die Wahl auf eine Trennung von Registersitz und Verwaltung war möglich und die Leitungsorgane können ebenso nach einem dualistischen oder monistischen Modell gestaltet werden. Die Besteuerung, die Rechnungslegung und der Umgang mit den Insolvenzen gelten nach dem nationalen Recht. Das Konzept ähnelt in Deutschland auch der Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH).

Bei den bereits in Deutschland bestehenden europäischen Gesellschaftsformen nach dem europäischen Gesellschaftsrecht kann das Angebotsspektrum für die jeweiligen Unternehmen auch vergrößert werden. Die Grundlagen und Strukturen wurden in dem Kommissionsentwurf der EU vom 25.6.2008 detailliert vorgestellt, sodass dieser hier erklärend im Internet über die Website der Europäischen Kommission abgerufen werden kann.

Stand: Februar 2018

Beispiel

Da der Entwurf nie in die Tat umgesetzt wurde, kann hier auch kein Beispiel genannt werden.

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