Die Bezeichnung Sonderposten kann zum einen eine Ware im Handel bezeichnen, bei der ein Preislachnass gewährt wird, da die Ware bestimmte Mängel oder Eigenschaften aufweist.

Zum anderen kann es sich bei Sonderposten auch um Bilanzpositionen handeln, die zwischen dem Eigenkapital und dem Fremdkapital ausgewiesen werden. Auf diese Weise wird klar aufgezeigt, dass sie weder dem Eigenkapital noch dem Fremdkapital direkt zugezählt werden können.

Die Verpflichtung der Einrichtung von Sonderposten bei Bilanzpositionen

Sonderposten müssen bei aufzulösenden Zuschüssen und Zuweisungen, Beiträgen, Gebührenüberschüssen, Treuhandvermögen und der Dauergrabpflege eingerichtet werden.

Die Sonderposten als Bestandteil des Jahresergebnisses

Sowohl aufzulösende Zuwendungen als auch aufzulösende Beiträge weisen einen schrittweise über die jährliche Auflösung ertragswirksamen Erfolg auf und werden dann ein Bestandteil des Jahresergebnisses. Letztendlich werden sie so Bestandteil des Eigenkapitals, sodass die Überschüsse höher bzw. verlustreicher ausgehen.

Der Nachweis von Gebührenüberschüssen, Treuhandvermögen und Dauergrabpflege

Bei den Sonderposten von Gebührenüberschüssen, Treuhandvermögen und den bereits vorher erhaltenen Gebühren bzw. Entgelte für die Pflegearbeiten bei Gräbern bei späteren Rechnungsperioden handelt es sich eher um wirtschaftlich fremdes Kapital und nicht um das Eigentum von Gemeinden. Da diese Tatbestandsvoraussetzungen für Verbindlichkeiten, Rückstellungen nicht vorhanden sind und diese bei den haushaltsrechtlichen Vorschriften der Zuordnungen klar vorgesehen sind, werden sie in den Sonderposten bewiesen.