Bei dem englischen Begriff Temporary-Concept handelt es sich um ein Konzept, welches für die Ermittlung von latenten Steuern genutzt wird. Neben dem Temporary-Concept wird auch das Timing-Concept genutzt.

Unterschiede vom Temporary-Concept und Timing-Concept

Das Temporary-Concept gilt als umfassender als das Timing-Concept. Weiterhin neben den zeitlich begrenzten und permanenten Unterschieden werden bei der Unterscheidung noch weitere quasi-permanente Unterscheidungen miteinbezogen. Zu den quasi-permanenten Unterschieden zählen die Differenzen, welche zu den Ergebniseffekten führen und sich nicht ohne Weiteres im Zeitablauf verändern können, sondern erst durch die Liquidation des Unternehmens findet eine Differenzierung bei einem Ausgleich statt.

 

Bilanzorientierung bei dem Temporary-Concept

Bei dem Temporary-Concept handelt es sich um ein Konzept, welches bilanzorientiert ist und wodurch jeder Unterschied zwischen Handels- und Steuerbilanz für die Abgrenzung latenter Steuern herangezogen wird, wenn dieser zukünftig zur Steuerent- bzw. belastung führt. Bei dieser Regelung sind jedoch die außerbilanziellen Hinzurechnungen und Kürzungen, wie beispielsweise der Investitionsabzugsbetrag nach § 7g EStG, ausgenommen.

 

Die Bilanzierung von latenten Steuern wird davon unabhängig abgehandelt. D.h. auch ab welchen Zeitpunkt der Ausgleich der Differenzen zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz stattfindet bzw. ob die Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede ergebniswirksam oder ergebnisneutral aufgekommen sind.