Eine Tragfähigkeitsbescheinigung oder auch fachkundige Stellungnahme wird erfordert, um einen Antrag auf die Fördermittel für die Existenzgründung zu stellen. Bei der Existenzgründung aus der Arbeitslosigkeit den Gründungszuschuss bzw. Existenzgründerzuschuss erhalten, sollte eine positive Tragfähigkeitsbescheinigung vorliegen.

Wie der Name bereits sagt, dient sie zur Bescheinigung der Tragfähigkeit des Geschäftsvorhabens.

Die Tragfähigkeitsbescheinigung wird von einer fachkundigen Stelle wie der Handwerkskammer, der Industrie- und Handelskammer, Hausbank, Fachverband oder von einem Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Unternehmensberater, Gründungszentrum oder einer lokalen Gründungsinitiative ausgestellt.

Für die Bescheinigung wird in der Regel eine Bearbeitungsgebühr verlangt, welche der Gründer zu zahlen hat.

Ziel der Tragfähigkeitsbescheinigung

Die Tragfähigkeitsbescheinigung zielt dabei auf den Existenzgründer als Person, seinem Vorhaben und dem damit im Zusammenhang stehenden Umsätzen, dem Betriebsergebnis, dem Kapitalbedarf, dem Einkommen und den fachlichen und branchespezifischen Fähigkeiten des Existenzgründers hin. Aber auch die kaufmännischen und unternehmerischen Kenntnisse sowie Zulassungsvoraussetzungen werden von der jeweiligen Stelle geprüft.

Schließlich entscheidet die Einschätzung der Tragfähigkeitsbescheinigung zum Aufbau einer tragfähigen Existenzgründung. Darüber wird sodann von der fachkundigen Stelle die Frage mit einem "ja" oder "nein" beantwortet.