Lexikon

Transformationskurve

Was ist eine Transformationskurve

Die Transformationskurve ist der Ausdruck für eine mögliche produktionstechnische Güterkombination, welche bei einem gegebenen Produktionsfaktorbestand hergestellt werden kann.

Die Transformationskurve auch Produktionsmöglichkeitenkurve oder Kapazitätslinie genannt, ist sowohl eine Bezeichnung aus der Volkswirtschaftslehre und der Betriebswirtschaftslehre. Es handelt sich bei dieser um die grafische Darstellung einer effizienten Gütermengenkombinationen bei einem gegebenem Ressourcen-Einsatz.

Dargestellt wird die Produktionsmöglichkeitskurve auf der X- und Y-Achse. Dort werden vorerst zwei verschiedene Güter gegenübergestellt: Gut A wird auf der Y-Achse und Gut 2 wird auf der X-Achse. Im Zentrum der Grafik findet sich dann die eigentliche Transformationskurve.

Transformationskurve in der Wirtschaftswissenschaft und Volkswirtschaftslehre

Sie gilt ebenso als ein Instrument aus der Wirtschaftswissenschaft und hat die Funktion das grundsätzlich stattfindende Problem der Knappheit und die daraus möglichen Alternativen aufzuzeigen.

Die geschlossene Menge, welche sich unter der Transformationskurve befindet, nennt sich Produktionsraum (Production Possibility Set). Dieser enthält alle möglichen Güterkombinationen, welche mit den vorhandenen Produktionsfaktoren produziert werden können. Er gilt nur als weniger effektiv und genau auf der Transformationskurve.

Der Produktionsraum umfasst viele Güterkombinationen, deren Herstellung mit gegebenen Produktionsfaktoren möglich ist. Die Kurve entspricht einer Kapazitätslinie und dient der Darstellung für die Produktion notwendiger Anlagen, Mehrproduktunternehmung und Alternativproduktion. In der Volkswirtschaftslehre wird die Transformationskurve auch als Produktionsmöglichkeitskurve benannt und gibt an, welche unterschiedlichen Ausstoßmengen bei einem gegebenen Faktorbestand maximal möglich wären.

Linearer oder konkaver Verlauf der Transformationskurve

Die Tatsache, ob die Transformationskurve linear oder konkav (nach innen) verläuft, hängt von der jeweiligen Art der jeweiligen Produktionsfunktionen und dem Zusammenwirken ab. Die Transformationskurve zeigt, dass man die Produktion nur auf Kosten der Produktion steigern kann. Das „Austauschverhältnis” wird als Grenzrate der Transformation bezeichnet. Der Grenzrate kommt eine wichtige Bedeutung zu, da sie anzeigt, wie viele Einheiten eines Gutes aufgegeben werden müssen, wenn von dem anderen Gut eine zusätzliche Einheit hergestellt werden soll. Weiterhin wird die Grenzrate auch als Grundlage für Opportunitätskosten verwendet. Je nach Verlauf der Transformationskurve ist diese konstant oder zunehmend, was die unterschiedlichen Produktionsbedingungen für die betroffenen Güter dann ebenso wiedergibt.

Beispiel

Bei zwei Anlagen sind 30 Mitarbeiter für die Produktion vorhanden, so kann eventuell die Produktion von weiteren Kombinationen von Produkten aufgenommen werden oder es kann auch eine Alternativproduktion mit einer Erhöhung des Ausstoßes angestrebt werden. Als Beispielsvergleich kann der Faktormix von Bier und Zigaretten dargestellt werden.

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