Substanzwert und Betriebswert: die zwei Säulen der Unternehmensbewertung

Der potentielle Käufer eines Unternehmens hat bisher nur begrenzt Einblick in die täglichen Arbeitsabläufe. Daher erstellt er eine Unternehmensbewertung, indem er eine marktabhängige Investitionssumme (Substanzwertverfahren) mit der Kalkulation möglicher Erträge ab dem Zeitpunkt der Übernahme (Ertragswertverfahren) gegenübergestellt. Außerdem werden die Betriebsergebnisse in Rückblick auf die vergangen drei, die kommenden zwei Geschäftsjahre und die aktuelle Finanzlage untersucht. Suf der anderen Seite zieht der derzeitige Eigentümer nicht nur den Sachwert, den die Zahlen festlegen heran, sondern ebenso auch die Anzahl der Mitarbeiter und ihrer Leistungen. Nach der Einigung beider Parteien spricht man vom repräsentativen Unternehmenswert.

Keine Unternehmensbewertung ohne Kulturwertverfahren

Controlling-Experten sind sich jedoch einig, dass die Unternehmensbewertung nur durch die Analyse des nahezu wichtigstens Firmenguts erfolgen kann: der Unternehmenskultur. Arbeitet das Team zusammen, indem die Stärken des Einzelnen in den richtigen Bereichen eingesetzt wird? Wie ist die Beziehung der Belegschaft zur Führungsebene? Die Höhe des Customer-Life-Values (also wie zufrieden die Mitarbeiter in ihrem Arbeitsverhältnis sind), desto erfolgsversprechender kann das Konzept des Unternehmens in der Verhandlung mit dem Kunden realisiert werden.