Der Begriff „Zapping“ stammt aus dem amerikanischen Wortschatz und hat sich in Anlehnung an amerikanische Comics entwickelt. In diesen werden nämlich Pistolen mit dem Ausdruck „zap!“ versehen, wenn aus ihnen ein Schuss abgefeuert und damit der Gegner zur Strecke gebracht wird. Dieses Bild hat sich mit der Zeit auf das Fernsehen übertragen, vor allem auf die Benutzung der Fernbedienung, wenn Zuschauer die ausgestrahlten Werbeblöcke umschiffen.

Zapping erfolgt also immer dann, wenn Zuschauer den Kontakt mit Werbung im TV vermeiden wollen und aus diesem Grund den Sender wechseln. Die Beweggründe hinter dieser Handlung können ganz unterschiedlicher Natur sein. Zumeist erfolgt Zapping dann, wenn die Zuschauer von der Flut der Werbebotschaften überschwemmt werden und diesem ausweichen wollen oder aber auch, wenn die Werbung generell als schlecht bewertet wird und es sich nicht einmal mehr lohnt, sie anzusehen.

Zapping als Selektion

Neben dem Zapping gibt es noch weitere Arten, über die Zuschauer ihr Fernsehprogramm selektieren. So switchen sich manche durch das Programm, egal ob Werbung oder nicht, um das passende Format für den Moment zu finden. Die sogenannten Flipper flippen sich in Sekundenschnelle durch das Programm, um sich vorab einen Überblick über das Angebot zu verschaffen, bevor sie sich festlegen. Und dann gibt es auch noch die Channel Hopper – Sie möchten sich gar nicht auf einen Sender festlegen, sondern verfolgen parallel mehrere Sendungen.

Doch nicht nur im Zusammenhang mit der Inanspruchnahme des Fernsehprogramms kommt Zapping zur Anwendung. Auch beim Aufzeichnen von Filmen oder Serien auf Videos kann der Nutzer zappen und die Werbepausen einfach vorspielen. Sogar bei Zeitungen und Zeitschriften wird teilweise von Lesezapping gesprochen, wenn die Leser die Werbeanzeigen quasi überblättern.