Acton KupiVIP

Bislang investierte der Münchner VC Acton hauptsächlich in Westeuropa und Nordamerika. Mit einer Minderheitsbeteiligung am russischen E-Commerce-Anbieter KupiVIP wird nun das erste Investment des Wachstumsfinanzierers in Russland bekannt gegeben. Der will mit den pünktlich zum vierten Geburtstag erhaltenen neuen Mitteln bald zur internationalen Größe aufsteigen.

Acton erweitert Portfolio um russischen Online-Shop

Die Münchner Venture-Capital- Gesellschaft Acton Capital Partners engagiert sich erstmals im russischen Markt: Der Investor hat eine Minderheitsbeteiligung am Fashion-E-Commerce-Unternehmen KupiVIP Holding mit Sitz in Moskau erworben. Das Acton-Investment ist laut Pressemitteilung Bestandteil einer insgesamt 30 Millionen Euro umfassenden Finanzierungsrunde. Neben Acton engagierten sich auch Lead-Investor Intel Capital, die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung sowie die bestehenden Investoren Accel Partners (www.accel.com) und Balderton Capital (www.balderton.com).

Gegründet 2008, sieht sich KupiVIP heute einer der führenden E-Commerce-Anbieter im Bereich Fashion in Russland. Über die Shopping-Clubs KupiVIP (www.kupivip.ru) und Kupiluxe (www.kupiluxe.ru) sowie den Online-Store Shoptime (www.shoptime.ru) vermarktet das Unternehmen Mode, Taschen, Accessoires und Haushaltsartikel von führenden Markenanbietern. Mit seinen verschiedenen Websites erreicht KupiVIP nach eigenen Angeben eine halbe Million User täglich. Daneben bietet das Unternehmen White-Label-E-Commerce-Lösungen, mit denen internationale Markenartikler ihre Fashion-Produkte an russische Kunden direkt vertreiben können.

Acton investierte bislang in Westeuropa und Nordamerika. KupiVIP ist das erste Investment des Wachstumsfinanzierers in Russland. KupiVIP-Gründer und -CEO Oskar Hartmann ist in Deutschland aufgewachsen und hat an der WHU – Otto Beisheim School of Management in Vallendar studiert. In den kommenden Jahren will er seinen mittlerweile rund acht Millionen registrierten Kunden einen breiteren Zugang zu internationalen Marken bieten – und umgekehrt: „Wir haben den Ehrgeiz, ein E-Commerce-Unternehmen von Weltrang in Russland aufzubauen“, lässt er sich zitieren.