Centerdeals offline

Von den großen Wettbewerbern unterscheiden sollte sich Centerdeals auf zweierlei Weise: Zum einen wollte man sich ganz und gar auf Berlin konzentrieren. Zum anderen sollte es den Nutzern möglich sein, auch eigene Dealwünsche zu äußern. Nachdem die Webseite einige Zeit lang nicht mehr zu erreichen war, wurde das Projekt nun aufgegeben.

Centerdeals: Schnäppchenportal ist offline

Die Deal-Plattform Centerdeals (www.centerdeals.de) hatte es sich zum Ziel gemacht, lokale Schnäppchen anzupreisen. Zum Start im vergangenen Herbst konzentrierte sich die Potsdamer I-Mall GmbH um Rebekka Sigalov und Katja Gleisberg, die hinter dem Portal stand, zunächst auf Berlin. Das Konzept unterscheidet sich dabei von anderen Rabatt-Portalen: Interessierte konnten auch auch eigene Wunsch-Deals einreichen – das Team wollte diese dann falls möglich umsetzen. Seit einiger Zeit ist die Webseite des Unternehmens nun nicht mehr erreichbar, und auch die Facebook-Seite wurde mittlerweile gelöscht.

Die Hintergründe des Offline-Gangs: Aufgrund einer nicht angekündigten und nicht von Centerdeals veranlassten Abschaltung der Domain, so erklärte Rebekka Sigalov gegenüber Gründerszene, sei es zu einer dreiwöchigen Betriebsunterbrechung gekommen. Danach habe man sich nicht in der Lage gesehen, das Geschäft wirtschaftlich wieder zu beleben. Derzeit laufe wegen des Vorfalls eine Klage auf Schadenersatz gegen die United-Domains AG, die vom Hauptinvestor, den Filmbetrieben Berlin-Brandenburg (www.fb-bb.de), betrieben wird.

Gläubiger sollen durch erhofften Schadenersatz bedient werden

Mit dem erhofften Schadenersatz will I-Mall unter anderem die Gläubiger bedienen. Insgesamt belaufen sich die ausstehenden Verbindlichkeiten nach Angaben von Sigalov auf rund 50.000 Euro. Sie sollen mit Stundungszinsen in Höhe von fünf Prozent pro Jahr befriedigt werden.

Centerdeals hatte laut Selbstdarstellung „großen Wert auf die faire Behandlung der Partner” gelegt und ließ diese ihre Kapazitäten nach eigenen Angaben daher selbst bestimmen. Im November vergangenen Jahres hatte die UMT United Mobility Technology AG (www.umt.ag) eine strategische Partnerschaft mit Centerdeals gestartet und in deren Zusammenhang elf Prozent an dem Berliner Startup übernommen. Nun arbeite das I-Mall-Team an neuen Projekten. Welche das sind, wollte Sigalov nicht verraten. In zwei Monaten könne man mehr sagen.