Fab Finanzierung

Der amerikanische Design-Shoppingclub Fab informierte dieser Tage über eine neuerliche Finanzierungsrunde und laut Informationen von Gründerszene sollen dabei 105 Millionen US-Dollar zu einer Pre-Money-Bewertung von 700 Millionen Dollar aufgenommen worden sein. Eine stolze Bewertung, die ein positives Signal für das gesamte Segment setzt – wird Fab dem auf lange Sicht gerecht?

105 Millionen US-Dollar für Fab

Spätestens seit der Übernahme von Casacanda dürfte der US-amerikanische Design-Shoppingclub Fab.com (www.fab.com) auch in Deutschland ein Begriff sein. Nachdem Gründerszene bereits einen Blick auf dessen europäische Performance geworfen hatte, macht Fab nun durch eine Finanzierung von sich Reden. Laut Informationen von Gründerszene soll Fab bei einer Pre-Money-Bewertung von 700 Millionen US-Dollar eine Summe von 104 Millionen Dollar aufgenommen haben. Damit ist Fab nach seiner dritten Finanzierungsrunde und vier vorangegangen Seedrunden (via TechCrunch) nun 804 Millionen US-Dollar wert und kratzt an der Milliardenbewertung.

Das Kapital für diese umfangreiche Finanzierung stammt vor allem aus den Taschen von Atomico, das eine Finanzierung von 50 Millionen US-Dollar platziert haben soll, während die bestehenden Investoren 25 Millionen zugesichert haben sollen. Bisher kann Fab auf medienwirksame Investoren wie Andreessen Horowitz, Ashton Kutcher, Guy Oseary oder die Washington Post blicken. So zogen Andreesen Horowitz, Menlo Ventures, First Round Capitol und Baroda Ventures, die alle bereits an den vorhergehenden Finanzierungsrunden von Fab beteiligt waren, auch bei dieser Runde mit.

Durch die Xing-Verbindung von Jason Goldberg ist mit Lars Hinrichs auch ein deutscher Name in der Liste der Geldgeber, während das Casacanda-Team samt Klaus Hommels und dessen Inkubator Springstar (www.springstar.com) ebenfalls in Anteilen bezahlt wurden. Besonders letztere werden sich angesichts dieser neuerlichen Finanzierungsnews wohl freuen, glaubt man einem Insider stieg die implizite Bewertung von Casacanda nun auf 40 Millionen US-Dollar innerhalb eines Jahres und bescherte Hommels und Co. fast zwanzig Mal das eingesetzte Geld und eine satte Finanzierung.

Fab entwickelt sich viel versprechend

Seit Februar 2012 ist Fab auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie in zwölf weiteren europäischen Staaten aktiv. Eine Bewertung von 700 Millionen US-Dollar pre-money bringt dabei auch einen merklichen Erfolg zum Ausdruck. Nach zuletzt eher entäuschenden Entwicklungen (man denke an Facebooks Börsengang oder den Absturz der Groupon-Aktie) dürfte Fabs Finanzierung ein positives Signal setzen. Die Samwers sind hingegen dabei, sich aus dem Design-Segment zu verabschieden und schlossen ihren Fab-Klon Bamarang (www.bamarang.de) zu Gunsten von Westwing (www.westwing.de), einem Shoppingclub für Wohnaccessoires, der unter derselben Dachgesellschaft firmiert.

Entsprechend siegessicher gibt sich auch Fab-CEO Jason Goldberg: „Diese Finanzierung ist ein weiterer Meilenstein für das rasante Wachstum von Fab. Wir sind dabei, eine globale Marke aufzubauen. Unsere Vision ist es, Fab als Synonym für Design weltweit zu etablieren.“ Neben der weiteren Internationalisierung des Unternehmens will Fab auch seine internen Prozesse weiter optimieren und investiert Millionenbeträge in Lagerräume und Logistik.

Es bleibt abzuwarten, ob Fab dem gerecht werden kann, zumal die Umsätze des Design-Shoppingclubs vermutlich noch nicht ganz mit einer solchen Bewertung korrelieren, aber nach sonst eher durchwachsenen Kapitalisierungsnews in der Szene schreibt Fab derzeit an einer Erfolgsgeschichte.

Bildmaterial: Futurama, yay!