Froodies, Sirius Venture Partners, High-Tech Gründerfonds, HTGF, Finanzierungsrunde

Erst zu Beginn des Jahres berichtete Gründerszene über Tengelmanns Einstieg beim Fleischlieferanten Otto Gourmet, nun kann auch das Düsseldorfer StartUp Froodies (www.froodies.de) mit einer Finanzierung punkten. Sirius Venture Partners, der HTGF und verschiedene Business-Angel investieren einen nicht näher spezifizierten Betrag in den eFood-Anbieter.

Expansionspläne bei Froodies

Es ist bereits die zweite Finanzierungsrunde insgesamt, die der Frische-Supermarkt durchführt und neben dem Erstinvestor Sirius Venture Partners haben sich auch der High-Tech Gründerfonds (HTGF) sowie mehrere Business-Angel beteiligt. Die so akquirierten Gelder will Froodies für strategisches Wachstum und bundesweite Expansion einsetzen.

Froodies bietet ein Vollsortiment mit allen Produktkategorien eines herkömmlichen Supermarktes und versendet diese innerhalb Deutschlands. Spätestens seitdem Amazon im Juli 2010 seinen Lebenmittelmarktplatz in Deutschland und England an den Start brachte – bei dem Froodies auch prominenter Kooperationspartner wurde – ist eFood auch in Deutschland wieder ein Gesprächsthema geworden.

Diesen Boom-Markt kompetent zu bespielen, dürfte auch das Motiv der beteiligten Investoren gewesen sein: „Wir glauben, dass die Firma Froodies mit ihrem dezentralen Lieferansatz und ihrem hochqualitativen Vollsortiment eine hervorragende Basis hat, das in Deutschland noch weitestgehend brachliegende Potenzial dieses spannenden Marktes zu erschließen. Die Einfachheit, die Benutzerfreundlichkeit und die Integration der Prozesskette des Froodies-Shops haben uns überzeugt und stellen die Erfolgsfaktoren für dieses Geschäftsmodell dar“, resümiert Andreas Quauke, Senior Investmentmanager des High-Tech Gründerfonds.

Froodies setzt auf Dezentralität

Der Onlineversand von Lebensmitteln hat sich seit jeher als herausfordernd präsentiert. Hohe Logistik-Kosten aufgrund der Verderblichkeit der Waren und eine bisher eher überschaubare Nachfrage machen den eFood-Bereich zu einem der schwierigsten im E-Commerce-Segment.

Froodies agiert hier aber bisher durchaus smart und liefert heute schon Frische-Produkte wie Obst oder Gemüse, Fleisch, Wurst und Käse von der Frische-Theke bundesweit. Die Zustellung erfolgt binnen zwei bis drei Werktagen durch einen Paketdienst in einer Kühlbox, damit die Waren frisch bleiben. Als Wettbewerber im eFood-Segment hat es Froodies derzeit mit Unternehmen wie Lokalgold (www.lokalgold.de), Otto Gourmet (www.otto-gourmet.de) oder Lieferando (www.lieferando.de) zu tun, während auch die großen Supermarktketten mit Online-Gründungen experimentieren.

Froodies versucht hier durch eine dezentrale Lagerhaltung zu punkten, indem das Düsseldorfer Unternehmen mit lokalen Händlern kooperiert. Für die nahe Zukunft plant Froodies eine persönliche Lieferung noch am Bestelltag in verschiedenen Städten zu realisieren – dies wird auch einer der Verwendungszwecke des frischen Kapitals.

Gerüchten zufolge soll sich auch Tengelmann für das von Lutz Preußners und Kai-Uwe Reimers gegründete Unternehmen interessiert haben, doch da Froodies einen nicht unerheblichen Teil seiner Ware über Edeka vertreibt, könnte es hier zu einem Interessenkonflikt gekommen sein.

Bildmaterial: Penywise