Gründer-Garage

Ein neuer Wettbewerb für Gründer: Google, Indiegogo und die Stiftung Entrepreneurship öffneten gestern das Tor zur „Gründer-Garage“ – einem Wettbewerb zur Förderung neuer Geschäftsideen aus allen Bereichen der Gesellschaft. Nach einem Unternehmer-Training müssen die Bewerber ihr Kapital mittels Crowdfunding eintreiben. Zusätzlich wartet auf die Gewinner ein üppiges Preisgeld.

Gründer-Garage prämiert innovative Gründungsideen

Die Stiftung Entrepreneurship (www.entrepreneurship.de), der Crowdfunding-Dienst Indiegogo (www.indiegogo.com) und Google starten mit der Gründer-Garage einen neuen Wettbewerb für angehende Unternehmer. Gesucht werden Geschäftsideen aus allen Bereichen der Gesellschaft, von Wirtschaft über Kultur und Umwelt bis hin zu Soziales. Auf der Online-Plattform durchlaufen die Bewerber ein Training für Entrepreneure. Danach spielen sie einen Teil ihres Startkapitals durch „Crowdfunding“ selbst ein. Am Ende winken Preisgelder im Gesamtwert von 150.000 Euro.

„Was wir in Deutschland brauchen, ist eine offenere Kultur des Unternehmerischen, die viel mehr Menschen begeistert und zu eigener unternehmerischer Initiative führt. Mit dem Format Gründer-Garage wollen wir Menschen ermutigen, eigene Gründungs-Ideen festzuhalten und durch den Entrepreneurship Campus in Schritten zu einem unternehmerischen Konzept auszuarbeiten. Der Wettbewerb will nicht einige wenige Gewinner ermitteln, sondern die Idee eines ‚Entrepreneurship für alle‘ fördern“, sagt Professor Günter Faltin, Gründer der Teekampagne sowie der Stiftung Entrepreneurship.

Wieland Holfelder, Entwicklungschef bei Google Germany, fügt hinzu: „Die ‘Gründer-Garage’ soll zeigen, dass das Internet Innovation fördern und sogar bei deren Finanzierung helfen kann.“

Startup-Persönlichkeiten unterstützen Gründer-Garage

Der Wettbewerb wird durch einen 16-köpfigen Projektbeirat beraten und gefördert, dem neben den drei Partnern Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Medien und Politik angehören. Dazu zählen Persönlichkeiten wie Nicolas Zimmer, Staatssekretär des Berliner Senats für Wirtschaft und Forschung, Simon Schäfer, der Mitgründer der Factory, der Gründerszene-Chefredakteur Joel Kaczmarek, Caroline Drucker, die Country-Managerin für Etsy Germany (www.etsy.com), oder die Goodbeans-CEO (www.goodbeans.deVerena Delius.

„Das Projekt ‚Gründer-Garage‘ unterstütze ich mit großer Begeisterung, da es viele Menschen motivieren wird, ihr eigenes Unternehmen zu gründen und ihre Idee in die Tat umzusetzen. Gerade Frauen fehlt oftmals der Mut und die Unterstützung, um wirklich zu springen. Die ‘Gründer-Garage’ ist dafür genau das richtige Sprungbrett“, begründet Verena Delius ihre Unterstützung für den Wettbewerb.

Gründer-Garage – die Wettbewerbsmodalitäten

Auf Basis des Konzepts „Kopf schlägt Kapital“ von Günter Faltin erhalten die Teilnehmer der ‘Gründer-Garage’ ein kostenloses Online-Training, das durch die Stiftung Entrepreneurship bereit gestellt wird. Das Programm lehrt Methoden und Techniken, um Ideen systematisch zu tragfähigen Geschäftskonzepten auszuarbeiten. Zudem vermittelt der Kurs Grundkenntnisse in Entrepreneurship, Crowdfunding sowie internetbasierten Geschäftsmodellen.

Nach Abschluss des Trainings sammeln die Teilnehmer ab dem 7. September bei privaten Förderern ihr erstes eigenes Kapital ein. Dies erfolgt über die „Crowdfunding“-Plattform Indiegogo, die im Rahmen des Wettbewerbs erstmals auf dem deutschen Markt angeboten wird. Der Startfinanzierungswert liegt bei 500 Euro. Teilnehmer, die beim Crowdfunding ihre Ziele erreichen, erhalten einen Preis in gleicher Höhe bis maximal 10.000 Euro. Insgesamt stellt Google dafür 150.000 Euro als Siegprämien zur Verfügung.

Alle Teilnehmer, die frühzeitig und erfolgreich eine Idee in der Gründer-Garage einreichen (Registrierung und weitere Infos über die Stiftung Entrepreneurship), erhalten zudem ein kostenfreies Wochenticket für die Campus Party in Berlin (21. bis 26. August 2012). Der Wettbewerb endet am 7. Oktober 2012. Die Sieger werden auf dem Entrepreneurship Summit in Berlin (13. und 14. Oktober 2012) öffentlich bekannt gegeben.

Bild:  www.Rudis-Fotoseite.de  / pixelio.de