Ibrahim Evsan und Thomas Bachem haben ihre Anteile an Sevenload verkauft, die Brands4Friends-Gründer Heitmeyer und Bisanz sind offiziell entmachtet, die VZ-Netzwerke stoßen auf Kritik mit ihrer Studie „Generation Netzwerk“, Axel Springer steigt bei französischem Immobilienportal ein und Mein Sommelier erzieht mündige Weingenießer.

Kurzmitteilungen

Evsan und Bachem verkaufen ihre Sevenload-Anteile

Ibrahim Evsan und Thomas Bachem haben ihre Anteile an der Videoplattform Sevenload (de.sevenload.com) verkauft. Sie gründeten das Unternehmen im Jahr 2006 und verließen das operative Geschäft im September 2009, um United Prototype zu gründen. Die freiwerdenden Anteile übernimmt Sevenload-Vorstand Axel Schmiegelow. Mit dem ehemaligen Studivz-CTO Jodok Batlogg bekommt Sevenload einen neuen Technik-Chef.

Brands4Friends-Gründer offiziell entmachtet

Brands4Friends, ShoppingclubDie beiden Gründer des Shopping-Clubs Brands4Friends (www.brands4friends.de) Christian Heitmeyer und Constantin Bisanz sind nun auch offiziell per Handelsregister entmachtet. Exciting Commerce zitiert einen entsprechenden Eintrag vom 31. August 2010, wonach Heitmeyer und Bisanz die Gesellschaft nicht mehr allein vertreten dürfen. Ende August berichtete Deutsche Startups über ein folgenschweres Versagen der Buchhaltung bei Brands4Friends.

VZ-Studie „Generation Netzwerk“

Das StudiVZ-Watchblog VZlog geht hart ins Gericht mit der jüngst vorgestellten VZ-Studie „Generation Netwerk“. Die mit 30.000 Teilnehmern repräsentative Befragung sei ein „netter Versuch der VZ-Salesabteilung, die vielen unverkauften Werbeflächen unterzubringen, nicht mehr und nicht weniger.

Springer investiert in französisches Immobilienportal

Die Axel Springer AG steigt bei dem französischen Immobilienportal Seloger.com ein und legt für einen Anteil von 12,4 Prozent insgesamt 70 Millionen Euro auf den Tisch.  Axel Springer strebt an, das Unternehmen komplett aufzukaufen und wäre bereit 566 Millionen Euro zu zahlen, so die Aktionäre des börsennotieren Unternehmens einverstanden sind. Auch die Kartellbehörden müssen noch zustimmen.

Mein Sommelier

Weinkäufer sind noch lange keine Weinkenner: „Dass die meisten Weine den Käufern letzten Endes gar nicht schmecken“, sei eine unumstößliche Tatsache, behaupten die Gründer des Berliner Startups Mein Sommelier (www.mein-sommelier.de). Mit ihrer Hilfe sollen Kunden zu mündigen Weingenießern werden. Die Sommeliers treffen eine Vorauswahl und verschicken die Weine zusammen mit Geschichten und Hintergrundinfos.

Link- und lesenswert

Transparenz versus Datenschutz

„Transparent soll immer nur der andere sein“, schreibt Michael Seemann, „Der Staat, nicht der Bürger, der Geschäftsmensch, nicht der Privatmensch, der Profi, nicht der Amateur.“ In der Taz bemängelt er die netzpolitische Diskussion zu Datenschutz und Offenheit und ruft dazu auf, sich mit diesen Widersprüchen auseinanderzusetzen.

Seesmic: „Plattform für Plattformen“

Die mit Twitter groß gewordene Drittapplikation Seesmic will sich immer unabhängiger von Twitter machen und veröffentlicht mit seiner neuen Version „eine Art Schweizer Messer für Social Networks„. Mehr als 40 Social-Media-Dienste lassen sich mit der Software verbinden, Programmierer sollen weitere Schnittstellen hinzufügen und auf dem eigenen Marketplace anbieten.

iPhone-App für Rennradfahrer

In den Bergen wandern, frische Luft, ein Gebirgsbach plätschert fröhlich des Weges, weit und breit keine Zivilisation zu erspähen – aber natürlich das GPS-fähige Smartphone angeschaltet und auf der Suche nach der passenden App für diese Situation. Eine ist Komoot, dessen Geschäftsführer Tobias Hallermann zeigt im Interview, dass er trotz spitzer Zielgruppe kein Utopist ist.

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