GVCIII DN Capital

Beim Investoren-Panel auf der Heureka Conference hatte DN-Capital-Chef Nenad Marovac bemängelt, dass die deutsche Gründerszene zu wenig durch Venture Capital finanziert sei. Mit dem neuen Fonds GVCIII stellt sein Unternehmen nun frisches Kapital für Jungunternehmen bereit. Insgesamt drei Viertel davon sollen in Deutschland, Großbritannien und den nordischen Ländern angelegt werden, verrät Marovac gegenüber Gründerszene.

Gut ein Viertel des GVCIII-Fonds für deutsche Startups

Geld verdient hat Der britisch-amerikanische Venture-Capital-Investor DN Capital (www.dncapital.com) schon stattlich: Sieben Exits in den vergangenen zwei Jahren, darunter der Verkauf des Business-Intelligence-Anbieters Endeca an den Datenbankriesen Oracle für insgesamt 1,1 Milliarden US-Dollar haben bereits 80 Prozent der Assets under Management zurückbezahlt, verriet Nenad Marovac, einer der beiden Managing Partner des Unternehmens, im Gespräch mit Gründerszene.

Zwei weitere namhafte Exits hatte der VC, der sich inbesondere durch ein frühes Investment in den Musik-Erkennungsdienst Shazam einen Namen machte, in letzter Zeit zu vermelden. So wurde neben Endeca im vergangenen Oktober auch Datanomic, ein Anbieter für Kundendatenanalyse, an den Konzern von Larry Ellison verkauft. Erst im vergangenen Juni ging der Smartphone-Dienstleister Apsmart an Thomson Reuters. Derzeit weist das Beteiligungsunternehmen 15 aktive Beteiligungen aus.

Erstes Investment in Berlin

Nun hat das Unternehmen seinen bereits dritten Fonds – GVCIII – aufgelegt und auch schon zur Hälfte gefüllt. Wie umfangreich dieser genau ist, wollte Marovac zwar nicht verraten. Dafür aber die Investitionsschwerpunkte: drei Viertel davon sollen in Deutschland, Großbritannien und den nordischen Ländern angelegt werden, der Rest in den USA. Ein erstes Investment in Berlin sei auch schon in Planung, auch hier hält sich der DN-Capital-Partner hinsichtlich genauerer Details bedeckt. Mit dem Investment scheint es das Unternehmen allerdings durchaus ernst zu meinen. Sogar über die Eröffnung eines Büros in der deutschen Hauptstadt denke man derzeit nach.

Ab sofort würden die Mittel aus dem neuen Fonds investiert, heißt es von dem Venture-Capital-Unternehmen – wie zuvor an Unternehmen aus den Bereichen Software, digitale Medien, E-Commerce und Mobile in den frühen Wachstumsphasen. Hierzulande ist DN Capital bei Mister Spex (misterspex.de) und bei Windeln.de (www.windeln.de) investiert.

Bildmaterial: Andrea Damm / pixelio.de