HochzeitsPlaza, Finanzierungsrunde, Holger Hengstler, Hanse Ventures, Dress-for-Less

Während Gründerszene zuletzt aufgrund der ausgestiegenen Gründer bei Captain Travel (www.captaintravel.de) noch über mögliche Schwierigkeiten bei Hanse Ventures berichtete, scheint ein anderes StartUp aus dem Portfolio des Hamburger Inkubators besser zu funktionieren: Das Hochzeitsportal HochzeitsPlaza (www.hochzeitsplaza.de) konnte eine sechsstellige Finanzierungsrunde durch seine Altgesellschafter – allen voran Dress-for-Less-Gründer Holger Hengstler – verzeichnen.

Holger Hengstler setzt mit HochzeitsPlaza auf eine spezifische Zielgruppe

Schon Ende November verzeichnete HochzeitsPlaza eine Kapitalerhöhung in „mittlerer sechsstelliger Höhe“, welche vor allem von Dress-for-Less-Gründer und –Geschäftsführer Holger Hengstler getragen wurde. Hengstler war auch zuvor bereits bei HochzeitsPlaza investiert und ließ sich vor allem von der spezifischen Zielgruppe von HochzeitsPlaza überzeugen: „HochzeitsPlaza ist ein aufstrebender Player im E-Commerce-Bereich. Mich überzeugt vor allem die zielgruppengenaue Ausrichtung des Angebots auf Brautpaare. Mit praktischen Hilfen, einer großen Community, hochwertigen redaktionellen Inhalten und durchdachten E-Commerce-Angeboten bietet HochzeitsPlaza einen echten Mehrwert“, sagt Holger Hengstler über seine Investition.

HochzeitsPlaza vereint redaktionellen Content, Planungstools und E-Commerce-Inhalte mit einem entsprechenden Hochzeitsforum und will so Brautpaare bei der Hochzeitsvorbereitung unterstützen. Daneben können Brautpaare in einem Anbieterverzeichnis ihre Hochzeits-Location und ihre Hochzeits-Dienstleister finden, bewerten und werdenden Brautpaaren weiterempfehlen. Insgesamt dürfte das Geschäftsmodell von HochzeitsPlaza also auf einer Mischung aus E-Commerce-Umsätzen und Lead-Generation-Einnahmen fußen.

Neben Holger Hengstler sollen sich auch die anderen Gesellschafter von HochzeitsPlaza an der Finanzierungsrunde für das von Nikolaus Zacher gegründete StartUp beteiligt haben. Zu den Gesellschaftern zählen Hanse Ventures sowie dessen Gründer Sarik Weber, Jochen Maaß, Bernd Kundrun und Rolf Schmidt-Holtz, Artaxo (www.artaxo.com), Philipp Westermeyer und Gründer Nikolaus Zacher. Unternehmerisch hätte es sicherlich ein größeres Ausrufezeichen in der Szene gesetzt, wenn es gelungen wäre, einen externen Investor, womöglich sogar einen Venture-Capitalisten zu gewinnen, so kann sich HochzeitsPlaza aber über Geld aus den eigenen Reihen freuen.

HochzeitsPlaza vs. Weddix & Co.

HochzeitsPlaza wurde von Nikolaus Zacher gemeinsam mit Hanse Ventures gegründet und will seine Gesellschafter auch weiterhin durch sein zielgruppengenaues Angebot überzeugen. In naher Zukunft gilt es dabei vor allem gegen den Hochzeitsinfodienst Weddix (www.weddix.de) anzutreten, der laut Deutsche Startups schon seit zehn Jahren existiert und von Sylke und Thoralf Mann ins Leben gerufen wurde. Zumindest optisch überzeugt HochzeitsPlaza schon jetzt mehr.

Derzeit bietet HochzeitsPlaza laut eigenen Angaben zehn Mitarbeitern am Standort München eine berufliche Heimat und will es mit seinem Forum auf 23.000 registrierte Mitglieder bringen. Im Juli dieses Jahres gestartet, nimmt HochzeitsPlaza bereits für sich in Anspruch, „laut aktuellem Alexa-Rank das erfolgreichste Hochzeitsportal im deutschsprachigen Raum“ zu sein.

HochzeitsPlaza, Hanse Ventures, AlexaUnd tatsächlich zeigt ein Blick bei Alexa, dass es HochzeitsPlaza im Prinzip mit Hauptkonkurrent Weddix aufnehmen kann und Seiten wie Hochzeit.de oder Hochzeit.at hinter sich gelassen hat. Seit seiner Entstehung verzeichnet die Seite aus der Feder von Hanse Ventures ein stetiges Wachstum, was sich wohl auch der Unterstützung der investierten Suchmaschinenagentur Artaxo verdankt. Google Trends spiegelt dieses Ergebnis hingegen nicht wider, hier ist HochzeitsPlaza im Vergleich zu Weddix noch nicht einmal verzeichnet:

HochzeitsPlaza, Hanse Ventures, Google-Trends

Zu sagen haben, muss dies aber nichts. Inwiefern solchen und anderen Webstatistiken vertraut werden kann, ist freilich immer fraglich, lassen sich doch nahezu alle Tracking-Methoden beeinflussen (Alexa beispielsweise über das vielfache Installieren der Alexa-Toolbar) oder arbeiten ungenau (die Ergebnisse von Google Trends sind etwa häufig noch lückenhaft).

HochzeitsPlaza-Geschäftsführer Nikolaus Zacher ist auch jenseits jeder Webstatistik zufrieden: „Wir haben in den vergangenen Monaten hart für den Erfolg unserer Plattform gearbeitet und freuen uns über die erfolgreiche Kapitalerhöhung“, meint der Portalgründer. „Mit den zusätzlichen Mitteln können wir unser Angebot in Zukunft noch besser auf die Bedürfnisse von Brautpaaren ausrichten“.

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Bildmaterial: Ecerroni