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Es sind für deutsche Ohren ungewöhnliche Investoren, die den Online-Brillenhändler Mister Spex (www.misterspex.de) mit einer Wachstumsfinanzierung über sieben Millionen Euro ausstatten. Die internationalen Geldgeber DN Capital und XAnge steigen bei dem Online-Händler für Markenbrillen ein – DN Capital war bei dieser Finanzierungsrunde federführend. Gedacht ist das frische Kapital vor allem für die internationale Expansion von Mister Spex.

Mister Spex darf wohl als der größte Online-Versandhändler für Markenbrillen in Deutschland betrachtet werden und erzielte laut eigenen Angaben im letzten Jahr einen Umsatz von 4,5 Millionen Euro. Für dieses Jahr plant Mister Spex zehn Millionen Euro Umsatz zu überschreiten. Seit seinem Start im April 2008 will Mister Spex bereits mehr als 150.000 Kunden vorzuweisen haben. Aktuell beschäftigt das junge Unternehmen 90 Mitarbeiter, 50 davon in Festanstellung.

Zu den Investoren von Mister Spex

In seiner zweiten Finanzierungsrunde hat Mister Spex mit DN Capital und Xange zwei neue internationale Investoren an Bord geholt und in Summe mehr als sieben Millionen Euro Kapital aufgenommen. Neben DN Capital und Xange haben sich auch die bestehenden Investoren Grazia Equity, der High-Tech Gründerfonds, Team Europe Ventures und Astutia Ventures an der zweiten Finanzierungsrunde von Mister Spex beteiligt.

DN Capital ist eine Venture Capital-Gesellschaft, die in Gründungs- und Wachstumsphasen in vielversprechende Unternehmen der Medien- und Technologiebranche investiert. Neben der finanziellen Unterstützung schreibt sich DN Capital auf die Fahne auch beim Wachstum und der Geschäftsentwicklung aktiv zu unterstützen. Zu den bisherigen Investments von DN Capital zählen Shazam, Endeca oder Tbricks. Niederlassungen von DN Capital finden sich in London und Palo Alto.

Mit XAnge ist darüber hinaus ein europäisches Venture Capital-Unternehmen bei Mister Spex eingestiegen, das 2003 gegründet wurde und sich auf Themen rund um Internet und Netzwerk-Infrastruktur spezialisiert hat. Neben dem Haupt-Investor, der französischen La Poste Group, haben sich Unternehmen wie Alten (Technologiepartner), Deloitte, Laser-Cofinoga (Galeries Lafayette Group/BNPP) und Neopost sowie institutionelle Investoren wie Allianz France, GMF, CDC und CNP an der Gründung  von XAnge beteiligt. XAnge führt seine Geschäfte in Deutschland aus der Münchner Niederlassung und profitiert von einer strategischen Partnerschaft mit DVC, Deutsche Bank Group. XAnge ist ein Minderheitsinvestor, der momentan 65 Unternehmen in seinem Portfolio führt.

Mister Spex plant seine weitere Internationalisierung

Mit den sieben Millionen Euro Wachstumsfinanzierung plant Mister Spex die weitere Internationalisierung seiner Plattform und will auch hier zulande weiter auftrumpfen. Dirk Graber, Gründer und Geschäftsführer von Mister Spex, freut sich über das Investment und gibt einen Einblick, was mit dem frischen Kapital geschehen soll: „Das neue Kapital soll vor allem in weitere Wachstumsprojekte fließen. Zum einen streben wir eine Ausweitung unserer Marketingaktivitäten in Deutschland an, um die Markenbekanntheit von Mister Spex zu steigern. Auf der anderen Seite wollen wir unser Geschäftsmodell nach dem erfolgreichen Start in Frankreich auch in weitere Länder ausrollen und den führenden Online-Optiker Europas aufbauen.“

Bisher ist das Unternehmen aus Berlin schon in Deutschland und Frankreich aktiv, im englischsprachigen Markt wird es Mister Spex mit Glasses Direct, Europas größtem Online-Vertreiber von Brillen zu tun bekommen, die im April letzten Jahres eine Finanzierungsrunde von zirka 11,2 Millionen Euro abschloß. Gegründet wurde Glasses Direct 2004 durch Jamie Murray Wells und bietet dank des Aufrechterhaltens niedriger Overheads und dem Verkauf direkt über das Internet, massive Einsparungen beim Brillenkauf, die das Unternehmen an seine Kunden weitergibt – ein Ansatz, den auch Mister Spex in Deutschland erfolgreich durchführt, ohne sich dabei etwa als Discountanbieter zu positionieren.

Wie Glasses Direct sicherte sich auch Mister Spex bewusst eine international aufgestellte Investoren-Auswahl, um im Heimatmarkt gegen Konkurrenten wie Brille24.de oder Netzoptiker (www.netzoptiker.de) anzukommen. „Neben dem finanziellen Aspekt war es uns wichtig, dass die neuen Partner uns auch mit Branchenkenntnis und persönlichen Kontakten in den großen europäischen Märkten unterstützen können“, begründet Dirk Graber seine Investorenwahl.

Und was überzeugte DN Capital und Xange? Glaubt man den Stimmen der Beteiligten vor allem die Geschäftsidee und das Management von Mister Spex. Nenad Marovac, Managing Partner von DN Capital, resümiert den gemachten Deal wie folgt: „Das bisherige Wachstum des Unternehmens und das dynamische Management-Team haben uns sehr beeindruckt.“ Bernhard Schmid, Partner bei Xange, ergänzt: „Wir glauben daran, dass es Mister Spex gelingt, seine führende Rolle im deutschen Markt auszubauen und erfolgreich in andere Länder zu expandieren.“