Schon der Name verrät, was hinter Plinga (www.plinga.com) steckt: Eine Mischung aus Playfish und Zynga, mit anderen Worten ein deutsches Copycat im Segment der Social-Games. Besagtes Plinga hat nun eine Finanzierung durch das niederländische Casual-Games-Portal Spil Games (www.spilgames.com) erhalten.

Spil Games ersteht 20 Prozent an Plinga

Deutsche Startups hat die Kapitalerhöhung bei Plinga als erstes bemerkt und weiß zu berichten, dass Spil Games derzeit unter anderem in Italien, Polen, Schweden, China, Mexiko und Indien aktiv ist. Die niederländische Spieleschmiede bringt es weltweit auf beinahe 50 Spiele-Webseiten und ist in Deutschland mit Jetztspielen.de, Spielen.com und GirlsGoGames.de aktiv.

Nach einer Finanzierungsrunde unbekannter Höhe hält Spil Games nun ein Fünftel der Anteile von Plinga, welches bereits den Klingel Versand (www.klingel.de), Seventure Partners und die Mediengruppe Pressedruck als Investoren an Bord hat. Gegründet wurde Plinga 2009 von Rocket Internet, dem Inkubator der Samwerbrüder Alexander, Marc und Oliver, welche das Berliner Games-StartUp dank ihrer Kontakte bereits zum Spieleentwickler der VZ-Netzwerke (StudiVZ, SchülerVZ und MeinVZ) und vom polnischen Nasza Klasa gemacht haben.

Zur Marktlage von Plinga

Als Management-Team von Plinga sind derzeit Johannes Kreibohm und Thorsten Lubinski an Bord, die Plinga zu einem Spiele-Portfolio von derzeit 15 Spielen geführt haben. Den Fokus von Plinga haben die beiden Unternehmer derzeit offensichtlich eher auf die europäischen Sozialnetzwerke gelegt – Facebook wird derzeit von Plinga nur in sehr geringem Maße bespielt.

Dass Facebook dennoch Haupttreiber des Marktes für Social-Games sein dürfte, steht praktisch außer Frage. Auch Konkurrenten wie Wooga (www.wooga.com) sollen zu Beginn über eine Fokussierung auf die VZ-Netzwerke nachgedacht haben, schwenkten jedoch schnell auch auf Facebook um. Auch Plinga wird seine Aktivitäten bei Facebook intensivieren müssen, kann den Draht zu Spil Games jedoch nutzen, um zuvor auch in andere internationale Märkte zu expandieren.

Bei der Entscheidung zwischen einer starken Positionierung bei Facebook und multiplen Aktivitäten bei kleineren Social-Networks könnte auch Zynga eine Rolle spielen. Der Social-Games-Primus der Branche ist bekannt dafür, Social-Games sehr schnell klonen und dank seiner enormen Reichweite schnell stark machen zu können. Eine etwas dezentralere Verbreitung kann im Segment der Social-Games also durchaus Vorteile bringen, besonders falls der Samwer-Clan wiederum auf einen Exit an einen Konkurrenten oder einen strategischen Partner spekuliert. Derzeit erweckt Plinga jedoch den Eindruck, nur bedingt im Fokus der Jamba-Brüder zu stehen.

Artikel zu Plinga: