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Interessiert sich Axel Springer für Project A?

Der Berliner Inkubator Project A sucht frisches Kapital. Dazu befinden sich die Berliner Ex-Rocketeers dem Vernehmen nach in Verhandlungen mit mehreren Medienhäusern. Etwa schreibt Deutsche Startups, dass die Axel-Springer-Gruppe kurz vor einem 50-Millionen-Investment stehe. Wie Gründerszene zugetragen wurde, ist es bisher allerdings noch zu keinem finalen Arrangement mit dem traditionellen Medienkonzern gekommen. Neben Axel Springer kommt als weiterer möglicher Gesprächspartner etwa Bertelsmann in den Sinn. Von Project A war zu den Gesprächen bisher keine Auskunft zu erhalten und auch bei Axel Springer wollte man sich gegenüber Gründerszene nicht zu den Gerüchten und Marktspekulationen äußern.

Es stellt sich die Frage, ob ein solches Arrangement für Project A sinnvoll ist, da mit der Otto-Gruppe bereits ein zahlungskräftiger Investor mit Eigeninteressen und Mitspracherecht an Bord ist. Durch eine Beteiligung von Axel Springer würde die multipolare Beteiligungsstruktur vielmehr weiter zementiert – anstatt sich von externen Einflüssen freizuschwimmen, käme ein weiterer Akteur hinzu, wenn auch einer der kompetenteren. Die Frage nach einer Beteiligung von Axel Springer stellt sich letztlich wohl im Zusammenhang mit der „Risikobereitschaft“ der unterschiedlichen Project-A-Funktionäre.

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Für Axel Springer würde ein Engagement wohl deutlich attraktiver daher kommen, könnte sich das Verlagshaus doch mit den Federn innovativer Startup-Unternehmer schmücken. In der Vergangenheit hatte der Konzern mit Beteiligungen wie dem Hy-Event unterstrichen, dass es seinen Claim auch im wiedererstarkenden Websegment abstecken will. Bisher erscheinen die Aktivitäten von Springer hier aber eher wirtschaftlich zurückhaltend. Die Berliner setzen bei ihren Übernahmen vermehrt auf einen günstigen Einstieg in frühen Phasen mit entsprechender Earn-out-Struktur.

Mitarbeit: Georg Räth