Radcarpet mobile advertising

Die Wachstumsprognosen verraten, warum der Mobile-Advertising-Markt derzeit so beliebt ist: Um bis zu 70 Prozent sollen die Umsätze 2012 ansteigen, im vergangenen Jahr hatten sie sich bereits auf 40 Millionen Euro verdoppelt – allein in Deutschland. Mit der neuen Plattform Radcarpet will die Berliner Servtag an dieser “Umsatzexplosion” teilhaben und launcht mit Radcarpet ein ortsbasiertes mobiles Werbenetzwerk.

Radcarpet: Lokale Angebote auf zehn Meter genau

Wie reizvoll – und einträglich – der mobile Werbemarkt ist, macht ein Blick auf die Zahlen des Bundesverband Digitale Wirtschaft (www.bvdw.org) deutlich: Das Brutto-Werbevolumen von Mobile-Display-Advertising in Deutschland ist im Jahr 2011 allein in Deutschland auf rund 40 Millionen Euro angewachsen. Gegenüber dem Volumen des vorangegangenen Jahres von etwa 20 Millionen Euro entspricht das ziemlich genau einer Verdopplung. Für 2012 wird ein Umsatzwachstum von 70 Prozent prognostiziert.

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Den langfristigen Bedeutungszuwachs bestätigt auch Magna Global und prognostiziert für 2014 – das Jahr, in welchem es erstmals mehr Mobile-Internet- als Desktop-Internet-Nutzer geben soll, im Vergleich zu 2010 eine rund vierfache Steigerung der weltweiten Mobile-Werbespendings – was gleich mehrere mobile Werbeanbieter zu engagierten Expansionsplänen animiert hat.

An den attraktiven Wachstumsraten will nun auch die Berliner Servtag GmbH (www.servtag.de) teilhaben und launcht heute das nach eigenen Angaben erste ortsbasierte Werbenetzwerk in Europa. Die Radcarpet genannte Plattform soll die Schaltung von Anzeigen auf mobilen Websites erlauben, die dem Betrachter nur in einem vorab ausgewählten Radius angezeigt werden. Die Aussteuerung kann dabei bis zu zehn Meter genau um eine Filiale justiert werden, wirbt das Unternehmen. Da die Entfernung zur Filiale dynamisch in der Werbeanzeige dargestellt werden, sollen die Responseraten erhöht werden können: Je geringer der angezeigte Weg zum Store, desto höher die Klickraten – hofft zumindest der Anbieter.

Individuelle Landingpages für Kunden

Alle Werbekunden im Netzwerk erhalten individuelle Landingpages, bezahlt werden nur tatsächlich erfolgte und messbare Reaktionen wie zum Beispiel der Aufruf der Kartenansicht, der Versand von E-Mail und SMS oder die Anforderung eines Rückrufs. “Mit einer Lösung, die den Kauf im Store messbar macht, werden wir noch in diesem Jahr die letzte Hürde nehmen, um eine vollständig barrierefreie Conversion zu ermöglichen”, lässt sich Dr. Florian Resatsch, geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens, zitieren – sicherlich kein geringer Anspruch.

Die 2008 gegründete Servtag GmbH will mit Radcarpet ihr bestehendes Angebot auf alle mobilen Medien ausweiten, die unterwegs genutzt werden. Erste Erfahrungen bei ortsgebundener Werbung habe man mit den Apps Dealomio (www.dealomio.com) und Friendticker (www.friendticker.com) gesammelt. Seit Anfang 2012 unterstützt der ehemalige Zanox-Marketingleiter Uwe Bormann die strategische Ausrichtung des Angebots. Als einen der ersten eingebundenen bundesweiten Publisher nennt Servtag das Mobilangebot der Bild. Startkunden von Radcarpet sind unter anderem L’Tur, Biotherm und Holmes Place. Zu den Investoren gehören DuMont Venture (www.dumontventure.de), die NRW Bank und die Nordwest Zeitung.