Tausendkind, Christian Weiß, Babyartikel

Mit Tausendkind (www.tausendkind.de) geht demnächst ein weiterer Online-Shop an den Start, der sich die etwas spitzere Zielgruppe (werdender) Eltern sowie deren Freunde und Verwandte ausgesucht hat – in diesem Falle also alle diejenigen, die auf der Suche nach Artikeln rund ums Baby oder Kleinkind sind. Damit adressiert Tausendkind einen Markt, der derzeit an  der Drogeriefront (Windeln.de, AllesAnna) stark Fahrt aufnimmt, versucht sich selbst aber eher als Onlineboutique zu positionieren.

Tausendkind verkauft Babyartikel

Im Grunde handelt es sich bei Tausendkind um ein E-Commerce-StartUp im klassischen Sinne: Ein Online-Shop für Baby-Kleidung und alles Weitere was angeschafft werden muss, wenn der Nachwuchs ansteht. Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden und seinen Kunden zukünftig möglichst alles aus einer Hand liefern zu können, ist eine breite Produktpalette angedacht. Zwar konzentriert sich Tausendkind zum Start „nur“ auf Babymode, Babymöbel, Babyspielzeug, Babyaccessoires sowie Babykissen und -decken – nach und nach soll die Palette dann aber um Artikel wie Kinderwagen und Autositze erweitert werden.

Egal ob Produkte bekannter Marken oder kleiner Labels, alle im Shop erhältlichen Artikel werden anhand von fünf  zum jetzigen Zeitpunkt nicht weiter benannten „Tausendkind-Qualitätskriterien“ getestet. So soll eine hohe Qualität sichergestellt werden, die dann auch noch durch Feedback von Eltern, Ärzten und anderen Experten Unterstützung finden soll. Tausendkind will damit die „Hausaufgaben“ für seine Kunden gemacht haben. Laut eigener Aussage hat sich Tausendkind das Ziel gesetzt, mit seinen Produkten „den Alltag von Familien zu erleichtern und zu verschönern“ und bietet somit neben dem Online-Shop auch noch ein Babylexikon und einen Tausendkind-Blog an. In jedem Falle trifft Tausendkind damit den Nerv werdender und junger Eltern, die alles richtig machen wollen und dementsprechend meist ein sehr ausgeprägtes Sicherheitsbedürfnis haben.

Christian Weiß startet Tausendkind

Spannend ist bei Tausendkind vor allem die Investorenstruktur: Das schon jetzt recht ansehnliche Portal – bisher besteht nur eine SEO-Seite in Vorbereitung auf den Start – wird von der WeFa GmbH geführt, die derzeit zu einhundert Prozent Christian Weiß gehört. Jener Christian Weiß ist in der deutschen Webszene als Serial-Entrepreneur bekannt, der mit verschiedenen Inkubatoren zusammenarbeitet und unter anderem auch der Macher der Skill-Cash-Games-Schmiede Gimigames (www.gimigames.de) ist.

Mit der WeFa GmbH hat Weiß laut Referenzen seiner Webseite unter anderem in Panfu, Zalando oder Toptarif investiert und mit Tausendkind geht er nun auch selbst den E-Commerce-Markt an. Wird Tausendkind womöglich zum neuen Gimigames-Nachfolgeprojekt von Christian Weiß? Gründerszene hat den Seriengründer getroffen und erfahren, dass Christian Weiß sich stark auf Tausendkind konzentrieren wird. Selbst bald Vater, konnte er in seinem Freundskreis beobachten, dass es online noch an einem guten Shop für Babyprodukte fehlt. Entsprechend soll sich Tausendkind weniger auf Drogerieartikel konzentrieren, (so wie Windeln.de), sondern will vielmehr auf Lifestyleprodukte setzen, die etwas mehr kosten und eine höhere Marge bieten.

Über das Gründerteam von Tausendkind, zu dem neben Christian Weiß wohl noch zwei weitere Gründer zählen werden, wird Gründerszene dann zum endgültigen Launch noch einmal berichten.

Tausendkind adressiert eine vielfältige Zielgruppe

Wenn man so will adressiert Tausendkind auf diese Art eine potentiell breite Zielgruppe mit einem Produkt, dass eine Mischung aus Amazon und DaWanda werden könnte. Es sollen bewusst nicht nur hippe Eltern aus Berlin Prenzlauer Berg angesprochen werden, sondern Eltern allgemein, wofür auf individuelle Regionalanbieter (jene, deren Produktpalette eine gewisse Skalierbarkeit bietet) ebenso gesetzt wird, wie auf große Marken für Babyprodukte.

Tausendkind wird es wohl nicht auf eine gigantische Bewertung bringen, geht aber mit einem soliden Konzept in einen attraktiven Markt, bei dem eine profunde Shoparchitektur und gezieltes Onlinemarketing zu wichtigen Faktoren werden dürften. „Gefahr“ droht Tausendkind wohl vor allem von E-Commerce-Dickschiffen wie Amazon oder Zalando, die in naher Zukunft auch Babyartikel als Fokusthema wählen könnten. Ebenso wie sich Windeln.de (www.windeln.de) oder BabyMarkt (babymarkt.de) noch fokussierter auf individuellere Babyartikel der besonderen Art spezialisieren könnten. Letzteres arbeitet schon jetzt quasi im gleichen Segment, weiß aber nicht wirklich durch ansprechende Optik zu überzeugen.

Artikel zu Online-Drogerien:

Bildmaterial: Gracey