Wanilla Shopping

Gut eine Woche ist es her, dass Gründerszene erstmals den „Celebrity-powered Shoppingclub“ Wanilla vorgestellt hat – nun macht das Startup mit einer Finanzierung von sich reden. Zu den Seed-Investoren Michael Brehm, Stefan Glänzer, Fabian und Ferry Heilemann sowie Clemens Riedl, Heissam Hartmann und Thomas Baum gesellen sich weitere bekannte Business-Angel hinzu.

Unterschiedliche Business-Angel investieren in Wanilla

Wie viel Kapital Wanilla (www.wanilla.de) in seiner neuerlichen Finanzierungsrunde aufgenommen hat, bleibt das Geheimnis der beiden Gründer Edward und Jaroslaw Postnikov – wer sich daran beteiligte hingegen nicht: Mit KupiVIP-Macher Oskar Hartmann, eDarlingCEO Christian Vollmann, Felix Haas und den anderen Amiando-Gründern sowie Konstantin Sixt beteiligen sich gleich mehrere Business-Angel an Wanilla. Entsprechend zufrieden gibt sich das Brüder-Duo hinter Wanilla „Mit den neuen Investoren haben wir sehr erfahrene Unternehmer mit umfassendem Branchen-Know-how an Bord, die uns neben der Finanzierung auch in allen operativen Fragen tatkräftig unterstützen – jeder auf seine Weise“, resümiert Wanilla-CEO Edward Postnikov.

Shoppingclub-Zenit: Kann Wanilla funktionieren?

Das Konzept von Wanilla ist schnell erklärt: Wanilla ist ein Shoppingclub, bei dem Experten und perspektivisch auch Prominente als Shopping-Ratgeber fungieren. Mitglieder erhalten also – wie von Shoppingclubs à la Brands4Friends (www.brands4friends.de) oder BuyVip (www.buyvip.com) bekannt – Vergünstigungen in Form von zeitlich begrenzten Aktionen, denen erfahrene und bald wohl auch bekannte Gesichter durch ihre Empfehlungen als eine Art Kuratoren Glaubwürdigkeit verleihen sollen.

Dabei scheint der Markt für Shoppingclubs doch an und für sich seinen Zenit überschritten zu haben. Weltweit haben große Shoppingclubs mit entsprechender Marktmacht bereits einen großen Teil der interessierten Nutzer eingesammelt und penetrieren diese mit zahlreichen Angebotshinweisen via E-Mail und Social-Media. Auch investorenseitig dürfte der Clubgedanke langsam ein Ausläufermodell sein, weshalb sich das Segment zuletzt auch zunehmend zu spezialisieren scheint, wie etwas das Beispiel von MySportBrands (www.mysportbrands.de) zeigt.

Ob Wanillas Kuratoren-Ansatz genügt, um hier einen echten Mehrwert für Nutzer zu schaffen, bleibt also fraglich. Noch wartet das Startup nicht mit bekannten Promis auf, die entsprechend Aufmerksamkeit mit sich bringen könnten. Gleichzeitig bleibt natürlich auch die Frage, wie authentisch diese wirklich sein werden. Vor allem: Was hindert große etablierte Wettbewerber wie Brands4Friends daran, selbst prominente Gesichter für seinen Abverkauf einzusetzen?

Es stehen also noch einige Fragezeichen zum Geschäftsmodell von Wanilla im Raum, doch Jaroslaw Postnikov, COO bei Wanilla, gibt sich selbstsicher: „Wenn bekannte Persönlichkeiten neue Trends aufgreifen, dauert es oft nicht lange, bis diese ihren Weg in den Mainstream finden. Die bisherigen Shopping-Konzepte berücksichtigen diesen sozialen Aspekt des Konsumierens unzureichend.“

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