Zalora 100 Millionen Summit Kinnevik Tengelmann

Summit, Kinnevik und Tengelmann großzügig

Butter bei die Fische: Stattliche 100(!) Millionen US-Dollar an frischem Kapital hat das südostasiatische Zalora (www.zalora.com) aus dem Hause Rocket Internet (www.rocket-internet.de) bekommen. Investoren sind Summit Partners (www.summitpartners.com), Investment AB Kinnevik (www.kinnevik.se), Verlinvest (www.verlinvest.be) und die Tengelmann Gruppe (www.e-tengelmann.de). Gerade einmal zwei Monate ist es her, dass Letzterer den Fashion- und Beauty-Versender mit 20 Millionen Euro ausgestattet hatte – offenbar verspricht man sich bei der deutschen Lebensmittelgruppe erhebliches Potenzial von dem E-Commerce-Anbieter.

Bereits im vergangenen Jahr war die US-Investmentbank J.P. Morgan mit einer unbekannten Summe eingestiegen. Nach eigenen Angaben beschäftigt dieser gut 1.000 Mitarbeiter und verweist auf einen zweistelligen Millionenumsatz – letzterer als annualisierter Wert auf Basis des bislang erfolgreichsten Monats. Kapital kann das Unternehmen derweil gut gebrauchen: Rund 70 Millionen Euro soll Zalora bislang verbraten haben.

In den vergangenen Monaten hatte Zalora derweil auch mit negativen Schlagzeilen zu kämpfen. So gab es Meldungen, das Unternehmen müsse seine Aktivitäten in Taiwan schließen, die Mitarbeiter seien kurzfristig entlassen worden. Das Unternehmen betonte, man verlege lediglich den dortigen Geschäftsbetrieb nach Singapur, um die operative Basis effizienter zu gestalten.

Musste Oliver Samwer einschreiten?

Wie Techcrunch schreibt, hat Oliver Samwer persönlich beim Zalora-Team „für etwas Motivation sorgen müssen“. Zudem wurde mit Michele Farrario ein neuer CEO eingesetzt, Amtsvorgänger Mato Peric leitet nun Epic Companies, den Inkubator der ProSiebenSat.1-Gruppe. Auch die Gründer des Inkubators Nova Founders verabschiedeten sich aus dem Zalora-Umfeld.

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Zalora startete vor gut einem Jahr, vor Kurzem erst wurde die millionste Bestellung ausgeliefert. In neun Ländern im südostasiatischen Raum ist der Versender derzeit aktiv, wichtigste Märkte sind Singapur, Indonesien und Malaysia. Insbesondere im Mobile-Bereich hat sich Zalora solide aufgestellt, gut 25 Prozent der Umsätze kommen über Mobiltelefone und Tablets, heißt es von dem Unternehmen.

Mit dem neuen Geld will das Rocket-Unternehmen seine Basis in der Region festigen, rund 600 Millionen potenzielle Online-Kunden sieht man dort. Darüber hinaus will der Internet-Versand sein gegenwärtig 500 lokale und internationale Marken umfassendes Angebot ausweiten. Als größter Wettbewerber ist die britische Asos-Kette ebenfalls in dem Markt aktiv.

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