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Die vier Cringle-Gründer: Joschka Friedag, Frane Bandov, Malte Klussmann und Konrad Maruszewski (v.l.n.r.)

Cringle will bargeldlose Zahlungen vereinfachen

Die Deutsche Kreditbank (DKB) kooperiert mit dem Berliner Startup Cringle. Das FinTech-Unternehmen bastelt seit Frühjahr 2013 an einer Lösung, mit der kleinere Geldbeträge via Smartphone-App gesendet werden – beispielsweise, um geliehene Beträge bargeldlos an Freunde zurückzuzahlen. Dazu müsse laut Cringle in der App lediglich ein Kontakt ausgewählt und die Transaktion via Code-Eingabe bestätigt werden.

Das Berliner Startup fungiere dabei als technischer Dienstleister und habe zu keinem Zeitpunkt Zugriff auf die Geldbewegungen, wie Cringle-Mitgründer Malte Klussmann gegenüber Gründerszene betont. Die Abwicklung der Zahlungen liegt beim Bankpartner DKB. Zugleich bürgt die Berliner Direktbank auch für die Prozess- und Datensicherheit. „Wir möchten Bankkunden durch diese Kooperation einen echten Mehrwert bieten und so die Vereinfachung und Digitalisierung des Zahlungsverkehrs weiter vorantreiben“, so Tilo Hacke, Privatkundenvorstand der Direktbank.

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Anders als beispielsweise beim Konkurrenten Payfriendz, der ein ähnliches Konzept verfolgt, dabei jedoch auf eine Prepaid-Wallet setzt, werden die Beträge bei Cringle mittels SEPA-Lastschrift von einem zum anderen Konto transferiert. Bei welcher Bank die Nutzer ihr Girokonto haben, sei dabei nicht relevant. Aktuell liegt das Limit für Cringle-Transaktionen bei 100 Euro pro Kalendermonat, diese Begrenzung werde jedoch eventuell noch an die Nutzerbedürfnissen angepasst, so Klussmann.

Cringle wurde von Konrad Maruszewski, Frane Bandov, Joschka Friedag und Klussmann gegründet. Das Startup hat bisher eine Seed-Finanzierungsrunde mit Business Angels abgeschlossen, gehörte dem Microsoft Ventures Accelerator Programm an und wurde zudem finanziell durch das EXIST-Gründerstipendium gefördert.

Am heutigen Montag launcht Cringle seine App für iOS und Android. Zum Produktstart kostet der Versand pro Transaktion 0,10 Euro, künftig werden es 0,20 Euro pro Transaktion sein. Der Empfang von „elektronischem Geld“ hingegen soll kostenlos bleiben.

Bild: Cringle