german startups group Christoph Gerlinger

German-Startups-Group-Chef Christoph Gerlinger

Schlechte Zeiten für Tech-IPOs? Erst vor wenigen Tagen haben Rockets Kochbox-Versender HelloFresh und der französische Streaming-Dienst Deezer ihre Börsenambitionen fürs Erste beerdigt. Gerade jetzt wagt sich die German Startups Group aufs Parkett. Es ist der bereits zweite Anlauf – im Juli hatte die Beteiligungsfirma einen ersten Versuch wegen mangelden Interesses und des schlechten Marktumfelds abgebrochen.

Schon morgen will die German Startups Group an die Frankfurter Börse gehen. Das erfuhr Gründerszene aus informierten Kreisen.

Update, 11. November 2015: Der Gang an die Börse ist geglückt: Die Aktie der German Startups Group wurde am Mittwochmorgen für 2,80 Euro gehandelt – und schloss den Handelstag bei 2,79 Euro ab. Die Investoren aus der jüngsten Kapitalerhöhung konnten sich über einen Kurszuwachs freuen. Sie hatten die Papiere für 2,50 Euro gekauft.

 

Der Artikel erschien zuerst am 10. November 2015.

Etwas mehr als elf Millionen Aktien sollen dann im Frankfurter Entry Standard gehandelt werden, heißt es weiter. Das Unternehmen hatte bereits in den vergangenen Tagen Aktien an ausgewählte Investoren in einer Privatplatzierung ausgegeben – und dadurch etwa zehn Millionen Euro eingenommen, wie zuerst die Vorstandswoche berichtete. Darunter seien deutsche und britische Fonds, heißt es aus den Kreisen. Der Ausgabepreis belief sich dabei auf 2,50 Euro.

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Bei diesem Preis liegt der Börsenwert des Unternehmens von Christoph Gerlinger bei 27,8 Millionen Euro – deutlich unter der im Sommer anvisierten Marktkapitalisierung von etwa 80 Millionen Euro. Auch die 2,50 Euro liegen unter der Preisspanne von 2,70 bis 3,60 Euro, mit der Unternehmen im Sommer plante.

Anders als beim ersten Versuch wird der morgige IPO kein zusätzliches Kapital für die German Startups Group bringen. Stattdessen versteht man bei der Beteiligungsgesellschaft den Börsengang als notwendigen Zwischenschritt, um in der Zukunft die ursprünglich geplante Aufnahme von zusätzlichem Wachstumskapital nachholen zu können.

Die deutlich schlechteren Bedingungen erklärt die German Startups Group laut Kreisen mit dem aktuellen Marktumfeld – und dem geplatzten ersten Börsengang im Sommer.

Bild: German Startups Group