Iversity-Mitgründer Hannes Kloepper

Iversity-Mitgründer Hannes Klöpper

Iversity: Altinvestoren legen nach

Massive Open Online Courses oder MOOC heißt das Zauberwort: Der in Berlin ansässige Anbieter Iversity sieht sich heute als einer der führenden Anbieter, wenn es um universitäre Online-Kurse geht. Um das Konzept, das auf dem US-Vorbild Coursera beruht, hierzulande weiter ausbauen zu können, hat das Unternehmen nun eine weitere interne Finanzierungsrunde mit seinen Bestandsinvestoren abgeschlossen. Unter diesen habe vor allem T-Venture sein Engagement deutlich ausgeweitet, heißt es.

G Tipp – Lesenswert bei Gründerszene Iversity-Gründer Hannes Klöpper: „Also haben wir uns
entschlossen, die Plattform komplett neu auszurichten“

Fast auf den Tag genau ein Jahr ist her, dass das Unternehmen sich neu im MOOC-Segment positioniert hatte, nachdem es 2011 zunächst als Organisations- und Lernplattform für Studenten und Professoren gestartet war, um „Social Media ins Studium zu bringen“, wie es die Gründer im Interview formulierten. Der Strategieschwenk zeigte Erfolg, heute verzeichnet Iversity nach eigenen Angaben fast 700.000 Einschreibungen in 51 Online-Kursen und kooperiert mit mehr als 30 Hochschulen, größtenteils aus Europa. Als Partner nennt Iversity dabei renommierte Institutionen wie die Universität Padua, die Berliner Hertie School of Governance, das European University Institute und die RWTH Aachen.

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Wie viel frisches Geld der Online-Kursanbieter nun aufgenommen hat, wird nicht verraten. Nur so viel: Einschließlich der aktuellen Finanzierungsrunde beziffert Iversity seine Gesamtfinanzierung seit Gründung auf „mehr als fünf Millionen Euro Risikokapital“. Das Kapital kommt von BMP Media Investors, dem BFB Frühphasenfonds, WestTech Ventures und dem Beteiligungsarm der Telekom. Das Startgeld hatte das Unternehmen über das Exist-Förderprogramm des Bundeswirtschaftsministeriums erhalten.

Mit dem neuen Geld will Iversity den Funktionsumfang der eigenen Plattform weiter auszubauen, neue universitäre Partner an Land ziehen und ordentlich die Werbetrommel rühren. Dazu sollen insbesondere neue Mitarbeiter eingestellt werden. Neu im Team ist bereits jetzt Veit Mürz, der als neuer Marketing-Direktor fungiert und zuvor aus dem Inkubator Rocket Internet heraus den SaaS-Anbieter Classmarkets gegründet und aufgebaut hat.

Um dem gestiegenen Personalbedarf gerecht werden zu können, hat das in Bernau bei Berlin ansässige Unternehmen bereits einen weiteren Standort direkt in der Hauptstadt eröffnet, genauer im ehemaligen „Humboldt Umspannwerk”. Das passt gut, betont Iversity: Der Gebäudekomplex aus den zwanziger Jahren ist nach einem der beiden Gründungsväter der Berliner Universität, Wilhelm von Humboldt, benannt.

An der Humboldt-Universität hatte übrigens auch Iversity-Gründer Jonas Liepmann studiert. Mitte 2013 hatte Liepmann die Unternehmensführung an Mitgründer Hannes Klöpper und den früheren StudiVZ-Chef Marcus Riecke und abgegeben. Im Dezember 2013 wechselte Riecke dann in den neu gegründeten Beirat, mit Sander Nijssen hat Iversity seit September dieses Jahres wieder einen zweiten Geschäftsführer.

Bild: Iversity