Philipp Budiman, Gründer und Geschäftsführer von Montredo

Der Berliner Luxusuhren-Shop Montredo bekommt in seiner Serie-A-Runde Kapital in Höhe von einer Million Euro. Neu eingestiegen ist unter anderem Business Angel Chris Hitchen, außerdem beteiligen sich weitere Angel-Investoren aus Deutschland. Auch ein Großteil der Altinvestoren steckt erneut Geld in das Startup. Zuletzt sammelte Montredo im September 2014 Kapital ein, damals beteiligten sich zum Beispiel European Invest, Ingo Drexler von Mountain Partners und Alando-Gründer Karel Dörner.

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Mit der aktuellen Finanzierung will das Jungunternehmen, das derzeit vor allem in Deutschland und im UK aktiv ist, die Expansion außerhalb Europas vorantreiben. „Der Geschäftsverlauf der letzten Quartale war überaus erfolgreich und von einem sehr starken Anstieg bei Umsatz und Uhrenangebot geprägt“, so Philipp Budiman, Gründer und Geschäftsführer von Montredo. „Von einer profitablen Basis aus ist durch die Finanzierungsrunde die Weichenstellung für weiteres Wachstum gestellt.“ Besonders im Fokus stehe dabei der asiatische Markt, den das Startup bis Ende 2015 erschließen will. Zudem soll nach Unternehmensangaben das Sortiment von derzeit rund 2.500 Luxusuhren stark ausgebaut werden.

Montredo wurde im April 2012 von Philipp Budiman und Alexander Beer gegründet. Ursprünglich war das Jungunternehmen als Onlineshop sowohl für gebrauchte als auch ungetragene Luxusuhren gestartet. „Im letzten Jahr hat sich allerdings abgezeichnet, dass der Verkauf von neuen und ungetragenen Uhren für uns viel profitabler ist und wir haben uns im ersten Schritt entschlossen, ausschließlich ungetragene Uhren zu akquirieren“, so Budiman gegenüber Gründerszene. „Eine ungetragene Uhr fotografieren wir einmal und verkaufen sie mehrmals, eine gebrauchte Uhr muss nach erfolgreichem Verkauf ganz offline genommen werden.“

Anfang dieses Jahres entschied sich das Startup laut Budiman schließlich dafür, „einen Cut zu machen und sämtliche gebrauchte Uhren offline zu nehmen“. Mit der klaren Fokussierung auf neue Uhren will sich Montredo beispielsweise auch vomvon seinem Kölner Wettbewerber, dem Luxusuhren-Marktplatz Chronext, absetzen, der beiden Felder – gebrauchte und neue Uhren – bedient. Im Herbst 2014 hatte Chronext seine Serie-A-Runde ebenfalls in siebenstelliger Höhe abgeschlossen.

Bild: Montredo