Das Moviepilot-Team mit Jon Handschin, Tobias Bauckhage und Ben Kubota (von links)

Das Berliner Filmportal Moviepilot hat in seiner Serie-B-Finanzierung 16 Millionen US-Dollar eingesammelt – angeführt wird die Finanzierungsrunde vom französischen Online-Verlag Webedia. Dieser hatte vor einem Jahr bereits den deutschen Ableger Moviepilot.de für 15 Millionen Euro komplett übernommen. Nach dem Verkauf hatte sich Moviepilot auf den US-amerikanischen Markt konzentriert. Die Alt-Investoren von Moviepilot – angeführt von T-Venture – haben sich ebenfalls an der aktuellen Runde beteiligt.

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Vor allem in den USA ist Moviepilot enorm erfolgreich – es gilt inzwischen als zweitwichtigste Filmseite hinter IMDB. 25 Millionen Unique Visitors hat die Website jeden Monat, etwa 30 Millionen Fans folgen Moviepilot auf Facebook.

Insbesondere die Zielgruppe der Millennials wird durch das Angebot angesprochen – drei Viertel der Nutzer seien unter 35 Jahre alt, heißt es vom Unternehmen. „Es ist außergewöhnlich wie schnell Moviepilot eine angesagte Adresse für junge Entertainment-Fans in den USA geworden ist – trotz der scharfen Konkurrenz für das Millennials-Publikum durch Player wie BuzzFeed, Vox Media und Vice“, lässt sich Véronique Morali, die Vorsitzende von Webedia, zitieren.

Mit dem Geld aus der Finanzierung will die Plattform ihr Angebot um Gaming-Inhalte erweitern, auch soll es mehr Videos auf der Seite geben. Dazu plant das Unternehmen mehr native Videos auf Facebook zu veröffentlichen. Schon jetzt hätten die Videos in den sozialen Netzwerken 40 Millionen Views pro Monat, heißt es.

Moviepilot wurde 2007 von Tobias BauckhageJon Handschin und Ben Kubota in Berlin gegründet, vier Jahre später starteten sie den US-Ableger Moviepilot.com. 2014 fällte Bauckhage die folgenschwere Entscheidung, aus der Filmseite eine Plattform zu machen. Seitdem schreiben Fans die Rezensionen von Filmpremieren und interviewen Stars. Das Unternehmen überlege, mit welchen Modellen sie die Einnahmen mit ihren Fan-Reportern teilen könnte, sagte Bauckhage gegenüber TechCrunch.

Bild: Moviepilot