myparfum vom hinfallen

Im MyParfum-Atelier: Gründer und Geschäftsführer Matti Niebelschütz mit einer Kundin.

Online goes analog: Stippvisite im neuen Duftatelier

„Auf übertriebene Wachstumserwartungen haben wir keine Lust mehr“, sagt Matti Niebelschütz, der Geschäftsführer von MyParfum (www.myparfum.de). Er spricht damit auch für seinen Bruder Yannis, mit dem er vor knapp sechs Jahren den Online-Versand für individuell zusammengestellte Parfüms gründete. Zu Spitzenzeiten arbeiteten bei MyParfum 70 Angestellte auf über 1000 Quadratmetern Bürofläche und dank eines Mediadeals lief die Werbung auf Pro7 und Sat.1 rauf und runter. Das war etwa im Spätsommer 2012.

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  Anfang 2013 war MyParfum insolvent. Totalabsturz. Im Juni verkündeten Matti und Yannis Niebelschütz, dass sie die Firma aus der Insolvenzmasse herausgekauft hatten und nun langfristig aufbauen wollen. „Denn uns ist bewusst, dass wir uns in einem Nischenmarkt befinden“, sagt Matti Niebelschütz einsichtig.

Vor ein paar Wochen war Gründerszene im neu eröffneten Berliner MyParfum-Atelier, in dem sich Kunden, analog und mit Hilfestellung ihre eigenen Parfüms zusammenmischen können. 50 Düfte sind in der Mitte des Ateliers aufgestellt – jedes für sich schon stimmig gemischt, aber auch miteinader kombinierbar.

Wie das Atelier in die neue Gesamtstrategie passt, was Matti Niebelschütz aus der Insolvenz gelernt und was nun im zweiten Anlauf anders und besser laufen soll, darüber spricht er im folgenden Reportage-Video.