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Der Erotik-Shop Amorelie von Lea-Sophie Cramer wurde im vergangenen Jahr zugekauft

Das Digitalgeschäft ist die große Hoffnung von ProSiebenSat.1-Chef Thomas Ebeling. Die verschiedenen Portale und E-Commerce-Unternehmen der Münchner Sendergruppe haben maßgeblich zum guten Ergebnis des vergangenen Jahres beigetragen. Zu den bekanntesten Portalen gehören Maxdome, Verivox und Reiseseiten wie Weg.de.

Um 38 Prozent wuchs der Umsatz des Digitalgeschäfts 2015, auf 846 Millionen Euro. Digital macht P7S1 jetzt mehr als ein Viertel des Gesamtumsatzes – auf lange Sicht soll das Digitalgeschäft sogar die Hälfte beisteuern und den Sender unabhängiger von TV-Werbeerlösen machen. Im ganzen Konzern stieg der Umsatz um 13,2 Prozent auf 3,26 Milliarden Euro, der Betriebsgewinn legte um neun Prozent auf 926 Millionen Euro zu.

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Für die Zukäufe im Digitalgeschäft griff ProSiebenSat.1 auch tief in die Tasche: 553 Millionen Euro gab das Unternehmen dafür aus. Mehr als 400 Millionen Euro kosteten das Verbraucherportal Verivox und das schwedische Flugreiseportal Etraveli. Die Startup-Zukäufe von Amorelie und Flaconi waren mit Kaufpreisen von 27,7 Millionen und 23,8 eher kleinere Akquisitionen. Ebeling kündigte an, auch in diesem Jahr noch einmal für 500 Millionen Euro weitere Unternehmen zuzukaufen.

Mitte März könnte die Sendergruppe als erster Medienkonzern überhaupt in den Dax aufsteigen. Die Deutsche Börse dürfte darüber kommende Woche entscheiden. „Das ist etwas, was nicht nur mich persönlich, sondern alle Kollegen hier mit Stolz und Freude erfüllt“, sagte Ebeling laut Nachrichtenagentur Reuters.

Bild: Michael Berger/Gründerszene