kapstadt springlab randolf jorberg

Randolf Jorberg und Eugen Petersen gründen Springlab

Die südafrikanische Startup-Szene hat mit Springlab (www.springlab.co) einen neuen Inkubator – der unter anderem von zwei Deutschen gegründet wurde: Eugen Petersen und Randolf Jorberg. Petersen hatte zuvor Zando, den südafrikanischen Rocket-Klon von Zalando, mit hochgezogen; Jorberg ist als Gründer des Tech-Portals Gulli.com bekannt. Dritter Mann hinter Springlab ist der Südafrikaner Sheraan Amod.

Anzeige
Amod und Petersen sind die operativen Köpfe des Inkubators in Kapstadt. Jorberg fungiert nur als Berater – sein Hauptgeschäft ist inzwischen – ganz offline – ein Beerhouse. „Eugen war des E-Commerce überdrüssig und hat sich gesagt: Startups sind cool, aber lasst uns doch mal was Eigenes machen, das nicht von Rocket geleitet wird“, erklärt Jorberg. „Für mich ist das ein sehr schönes Feld, wo ich all mein Know-how und meine Connections einbringen kann und auf diese Weise schöne, spannende Unternehmen unterstütze.“

Mit dem Angel-finanzierten Inkubator soll die Digitalwirtschaft in Subsahara-Afrika gefördert werden. Der Fokus soll vor allem auf leicht skalierbaren Geschäftsmodellen liegen. „Wir nutzen das international bewährte Inkubatorenmodell, um das Startup-Risiko zu minimieren und das Marktpotenzial durch lokales Wissen voll auszuschöpfen,“ so Mitgründer Petersen.

Denn das Potenzial für die Region schätzt Jorberg als hoch ein: „Alles was in Übersee passiert, wird früher oder später auch hier ankommen. Wir schauen uns die USA, Deutschland und den lokalen Markt an und treffen daraufhin die Entscheidung, welches Venture wir hier angehen und welches wir anderen überlassen.“

Anzeige
Von kapitalintensiven Geschäftsmodellen wie E-Commerce will man hingegen die Finger lassen. „E-Commerce tut sich hier unglaublich schwer, weil es diese ganze Online-Shopping-Kultur noch gar nicht gibt“, sagt Jorberg. „Das muss man den Leuten erst beibringen.“

Als erstes Venture wurde im vergangenen Dezember das Portal RecoMed gelauncht – ein Klon der aus den USA oder Deutschland bekannten Vermittlungsplattformen für Ärzte und Patienten. Außerdem bereits gestartet ist Springgeist, eine Produktionsagentur für digitalen Foto- und Video-Content. Weitere Projekte sind laut der Springlab-Website bereits in Planung.

Alle drei Springlab-Gründer wohnen inzwischen in Kapstadt. Die Stadt sei „das Nadelöhr zum afrikanischen Markt“, sagte Jorberg. „Wir sehen uns hier als Teil eines sich sehr rasant entwickelnden Ökosystems.“

Zwei der Springlab-Gründer: Eugen Petersen (links) und Sheraan Amod

Bilder: PantherMedia/jcbprod, Springlab