Berliner Startup Moped launcht mit Millionenfinanzierung

Moped bekommt eine Million US-Dollar von führenden VCs

Moped ist ein Service, der das Leben ein wenig sortieren will. Nutzer können private Nachrichten mit Nutzern austauschen und nach Themen ordnen. Nach dem Beta-Launch im Dezember geht der Service nun offiziell mit einer iPhone-App an den Start und fährt eine Millionenfinanzierung von Betaworks, Lerer Ventures, SV Angel and Earlybird ein. Gründerszene sprach mit dem Gründer Schuyler Deerman über den Launch, seine Verbindung zu den Investoren und die nächsten Schritte.

Nach Deutschland kam er bereits mit 18 Jahren. Jetzt ist er 24. Schuyler Deerman kommt aus den USA, aus einer kleinen Stadt in Alabama. Meistens spricht er Englisch, aber auch sein Deutsch ist sehr gut. In Berlin ist er vor allem durch das Blog Silicon Allee (www.siliconallee.com) bekannt geworden und seine Silicon-Allee-Frühstücke im Café Sankt Oberholz (www.sanktoberholz.de). Jetzt konzentriert er sich voll auf Moped (moped.com). Seit Monaten bereits bastelt das Moped-Team an seinem Web-basierten Messaging-Dienst mit dem eigenartigen Namen. Das Team begann die Arbeit in Schuylers Wohnung in Berlin-Mitte, mittlerweile ist Moped auf sechs Leute angewachsen und in ein Loft in den Prenzlauer Berg umgezogen.

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Nun launcht das Berliner Startup offiziell mit einer iPhone-App und verkündet ein Seed-Investment in Höhe von einer Million US-Dollar von Betaworks (www.betaworks.com), Lerer Ventures (www.lererventures.com), SV Angel (www.twitter.com/#!/svangel) und Earlybird (www.earlybird.com). Damit verschafft sich Moped durch ein Netzwerk aus führenden US-Investoren eine gute Basis.

Der New Yorker Investor Betaworks hat unter anderem in erfolgreiche US-Startups wie Kickstarter (www.kickstarter.com), Clipboard (www.clipboard.com) und GroupMe (www.groupme.com) investiert. Auch das New Yorker Venture-Capital-Unternehmen Lerer Ventures gehört mit Investments in unter anderem Group Commerce (www.groupcommerce.com) und Pair (www.trypair.com) zu den großen US-VCs. SV Angel  ist hingegen ein bekannter Micro-VC aus dem Silicon Valley, in dem unter anderem TechCrunch-Gründer Michael Arrington als Limited Partner agiert.

„Wir hatten bereits einen New Yorker Angel-Investor (@jeffpulver), er half den Kontakt zu den US-Investoren herzustellen. Earlybird lernte ich bei einem Silicon Allee Meetup kennen“, sagt Schuyler Deerman gegenüber Gründerszene zu der Investorensuche. Jeff Pulver (www.140conf.com) gilt als Pionier im Voice-over-IP-Bereich.

„Moped denkt Messaging komplett neu“

Moped will die Bequemlichkeit von Instant Messaging mit der Schnelligkeit von Textnachrichten verbinden. Nutzer werden nicht an ein bestimmtes Gerät gebunden, sondern können den Dienst über den Desktop, das Smartphone oder per E-Mail nutzen. Das Berliner Startup launcht mit einer iPhone-App – eine Android-App sei laut Unternehmensangaben für die Zukunft geplant.

Und so funktioniert Moped: Moped ist ein Dienst für private Mitteilungen. Nutzer werden durch ihren Nutzernamen identifiziert. Sie können Mitteilungen senden und empfangen, das geht über die iPhone-App mobil und über den Desktop. Alle Nachrichten werden in einem Stream angezeigt, wobei jeder Nutzer nur die Nachrichten sieht, die er selbst versendet und in denen er über @ markiert wurde. Anwender können auch Themen-Filter durch Hashtags anlegen. Alle Nachrichten sind privat. Derzeit sind Benutzer noch verpflichtet, sich über Twitter einzuloggen. Zudem verfügt Moped über eine Dropbox-Integration, die es Nutzer ermöglicht, Dateien innerhalb des Dienstes zu teilen.

Wie funktioniert Moped?

 

Moped hat große Konkurrenz

Es vergeht kaum ein Tag ohne neue ToDo-Liste wie Wunderlist, einen neuen Nachrichtendienst, der versucht Twitter besser zu machen oder WhatsApp das Wasser zu reichen oder ein neues Projektmanagenettool wie Basecamp, Asana und wie sie alle heißen. Gibt es da noch Platz für Moped?

„Eine Idee ist es, E-Mails besser zu machen, indem man den Service erweitert. Eine andere Idee ist es, ganz neu zu beginnen, und das macht Moped. Das, gekoppelt mit dem Team und der starken Produkt-DNA hat uns von Moped überzeugt“, sagt Ciaran O’Leary, Partner bei Earlybird, der die Finanzierungsrunde leitete. Die Mischung aus US- und Europabasierten VCs wird Moped helfen, ein internationales Netzwerk aufzubauen. Schuyler Derrman sieht Moped ohnehin keiner Konkurrenz ausgesetzt, Moped sei schlichtweg anders, schneller, einfacher, sagt er.

Was macht Moped anders?

Über diesen Link können Gründerszene-Leser Moped über den Browser nutzen. Die Moped-iPhone-App gibt es im App Store.