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Die neueste Team Europe-Gründung (www.teameurope.net, auch an Gründerszene beteiligt) Wummelkiste (www.wummelkiste.de) kann die Investoren überzeugen und streicht 800.000 Euro ein. Mit dabei sind neben Blumberg Capital auch bekannte Gesichter wie Eric Wahlforss von SoundCloud (soundcloud.com) oder Klaas Kersting von Gameforge (www.gameforge.de). Im Interview spricht Gründerin Philippa Pauen über Pläne zur Internationalisierung der Bastel-Box und den Quasi-Konkurrenten Glossybox (www.glossybox.de).

Spielgeld für die Wummelkiste

Auf dem historischen Inkubatoren-Panel der Heureka! Conference (www.heureka-conference.com) witzelte Alexander Kudlich, Geschäftsführer von Rocket Internet (www.rocket-internet.de), noch über das Bastel-Startup Wummelkiste. Nun sichert sich das Jungunternehmen unter der Anleitung von Team Europe eine Finanzierung durch namhafte Investoren. Insgesamt 800.000 Euro fließen in das Startup, das vor gut zwei Monaten seinen Dienst in Deutschland launchte.

Schon im März berichtete Gründerszene über den Start der Wummel-Website und das Trendthema Abo-Commerce.

Monatlicher Wummel soll Eltern entlasten

Abo-Commerce aus Berlin: Die Wummelkiste versendet monatlich Spiel- und Bastelkisten für Kinder. Die versendeten Produkte sollen Spaß machen und verschiedene Entwicklungen der Kinder fördern. „Obwohl unser Produkt natürlich die Kinder im Fokus hat, unterstützt es insbesondere auch Eltern, denen eigene Ideen oder einfach die Zeit fehlt“, sagt Philippa Pauen, 28, Gründerin und Geschäftsführerin der Wummelkiste. US-Vorbild der Berliner Gründung ist ist das kalifornische Startup Kiwi Crate (www.kiwicrate.com), das seit 2010 bereits sieben Millionen US-Dollar eingesammelt hat.

Das Pricing-Modell der Wummelkiste unterscheidet sich ein wenig von bisherigen Abo-Commerce-Anbietern, die keinen Discount anbieten, aber dafür monatlich kündbar sind: Die Bastelkiste kann als „Monats-Wummel“ (24,95 Euro), „Drei-Monats-Wummel“ (19,95 Euro pro Monat) oder als „Jahres-Wummel“ (199,95 Euro pro Jahr) bestellt werden.

Diese Investoren spielen mit

In seiner ersten Finanzierungsrunde sichert sich das Berliner-Startup Wummelkiste 800.000 Euro von Blumberg Capital (www.gameforge.de), Team Europe und weiteren Angel-Investoren. Obwohl erst vor wenigen Monaten gestartet, konnte Geschäftsführerin Philippa Pauen einige bekannte Köpfe der Startup-Szene für sich gewinnen: Als Angel mit dabei sind Eric Wahlforss (SoundCloud), Klaas Kersting (Gameforge) und der Business Angel Peter Read aus London.

„Wummelkiste ist eine tolle Firma mit super Produkten, die Eltern und Kinder auf der ganzen Welt lieben“, sagte Jon Soberg, Prinzipal von Blumberg Capital. „Das Team ist exzellent, was sich in der Qualität ihrer Arbeit widerspiegelt. Wir freuen uns sehr, dass wir mithelfen dürfen, die Firma global aufzubauen“. Blumberg Capital (www.blumbergcapital.com) ist ein Risikokapitalfonds aus San Francisco, der bisher unter anderem in das erfolgreiche Social-Media-Dashboard Hootsuite investierte.

Wieso, weshalb, warum – Fünf Fragen an Gründerin Philippa Pauen

Philippa, mit Wummelkiste habt ihr nach nur zwei Monaten im Markt eine knappe Million Euro eingesammelt. Was konnte die Investoren überzeugen? 

Für die Investoren war es besonders wichtig zu sehen, dass wir in dieser kurzen Zeit ein qualitativ hochwertiges Produkt zusammengestellt haben, das den kreativen Ansprüchen gerecht wird und bei den Kunden sofort Zuspruch findet. Natürlich war ihnen auch das noch kleine, aber sehr effiziente Team wichtig.

Wie sehen eure Pläne für die kommenden Monate aus?

Wir konzentrieren uns weiterhin darauf, die Wummelkiste in Deutschland bekannter zu machen, und gleichzeitig bereiten wir die Internationalisierung vor.

Wo siehst du die Stärken, wo die Schwächen eures Produktes zum jetzigen Zeitpunkt? 

Die Stärken sind definitiv die verschiedenen Bedürfnisse, die wir mit dem Produkt gleichzeitig abdecken: Wir liefern die Ideen, Anleitungen und qualitative hochwertigen Materialien direkt und bequem nach Hause zu unseren Kunden. Wir bieten Bastelspaß für Kinder und Eltern, ermöglichen „quality time“ für junge Familien. Wer die Wummelkiste hat, muss nicht ewig in Bastelläden nach passendem Material suchen und am Ende mit viel zu großen Packungen einzelner Bestandteile nach Hause gehen.

Die größte Schwäche zum jetzigen Zeitpunkt ist das Produkt richtig zu erklären und in einem Satz eine Vorstellung davon zu geben, welche Vielfalt in der Wummelkiste steckt.

Bitte gib uns ein paar Zahlen: Wie groß ist euer Team? Wieviele Wummelkisten gingen bisher über den Tresen? 

Unser Team umfasst derzeit acht Leute. Wir geben noch keine Zahlen öffentlich heraus, aber wir freuen uns mit der Finanzierung die steigende Nachfrage bedienen zu können.

Glossybox ist nun seit mehr als einem Jahr im Markt und bietet seit Kurzem auch eine Box für Schwangere und Neugeborene bis zum ersten Lebensjahr an. Kann sich Glossybox zum Konkurrenten entwickeln oder seht ihr hier sogar einen möglichen Exitkanal? 

Für uns ist die Petitebox (www.petitebox.de) kein Konkurrent, da unsere Altersgruppe sich deutlich unterscheidet. Auch weist unser Produkt deutliche Unterschiede auf, da wir keine „fertigen“ Spielzeuge mit der Wummelkiste verschicken, sondern den Fokus bewusst auf die individuelle Herstellung eigener „Bastelspiele“ legen.

Philippa, vielen Dank für das Gespräch.