Zalando, Kinnevik, Finanzierung, Finanzierungsrunde

500 Marken, 12.000 Modeartikel und 18.000 Schuhe: Ein Paradies für Onlineshopper – Zalando (www.zalando.de). Und der Onlineriese wächst und wächst. Nachdem Zalando seit diesem Jahr auch Italien und England unsicher macht, bekommt Deutschlands großer Online-Anbieter für Schuhe und Fashion laut Bundeskartellamt eine neue Finanzierungsrunde. Alt-Investor und Kinnevik-Tochter Emesco AB erhöht die Beteiligung. Ob wohl ein Exit blüht?

Kinnevik mausert sich zum Großakti0när für Samwer-Startups

Groupon Citydeal (www.groupon.de), Wimdu (www.wimdu.com) und jetzt Zalando: Die schwedische Beteiligungsgesellschaft Kinnevik wird zum Großaktionär für Samwer-Startups. Laut Geschäftsbericht investierte Kinnevik bereits mindesten 100 Millionen Euro in Rocket Internet (www.rocket-internet.de) und seine Beteiligungen.

Bereits im August 2010 stieg die Stockholmer Investmentfirma Emesco bei Zalando ein und erhielt damals zu einer angeblich sehr hohen Bewertung 2,7 Prozent am Samwer-Schuhshop. Neben Rocket Internet, Holzbrinck Ventures und Tengelmann (www.e-tengelmann.de) ist Kinnevik bisher der viertgrößte Investor gewesen. Über die Höhe der neuen Investition und die Größe der Beteiligungserhöhung  ist derzeit nichts bekannt, aber Exciting Commerce rechnet vor, dass es sich dabei schon um die 14. Finanzierung (!) handelt. Diese Hohe Anzahl an Investitionen erklärt sich vor allem durch den teueren Vor-Finanzierungsaufwand neuer Kollektionen sowie die hohen Lagerkosten.

Wird der Zalando Exit vorbereitet?

Das E-Commerce-Unternehmen fährt immense Umsätze ein und ist zum Aushängeschild für Rocket Internet geworden. Neben eDarling (www.edarling.de) und Wimdu scheint Zalando ein Fokusprojekt beim Samwer’schen Inkubator Rocket Internet zu bleiben. Mit der Abgabe weiterer Anteile könnte allerdings auch ein Exit vorbereitet werden und das Rätselraten über den Käufer kann starten. Oder blüht womöglich doch der erste Samwer-Börsengang?

Aus dem Umfeld von Zalando ist derzeit unterschiedliches zu hören. Einige Stimmen sprechen davon, dass die Samwers derzeit um Käufer buhlen, andere deuten an, dass Zalando seinen IPO in die Wege leitet. Es wäre der erste Börsengang, den die Samwers einleiten, bisher wurden Unternehmen von den drei Jamba-Brüdern massiv aufgeblasen und dann teuer verkauft. Doch wer käme überhaupt noch als Käufer von Zalando in Frage? Wenn dann sind es entweder größere Private-Equity-Unternehmen oder aber Einelhandelsriesen wie Otto, die Metro-Gruppe oder Amazon, die als Käufer in Frage kommen. Vor allem amerikanische Player wie etwa auch Vorbild Zappos (das schon zu Amazon gehört), dürften hier zur Samwer-Zielgruppe zählen. Zum Ende des Jahres könnte sich geklärt haben, welchen Weg Zalando beschreitet, bis dahin dürfte auch das neue Logistik-Zentrum der Berliner fertig sein, dass Zalando noch einmal unabhängiger und wiederum attraktiver für einen potenziellen Käufer macht.

Mitarbeit: Joel Kaczmarek

Bildmaterial: Imelenchon
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